Weltwirtschaftsforum | organisation

Organisation

Klaus Schwab, Gründer und Präsident des World Economic Forum
Sitz des WEF in Cologny bei Genf

Das Weltwirtschaftsforum wurde 1971 als gemeinnützige Stiftung gegründet und hat seit 2015 offiziell den Status einer internationalen Organisation.[4] Es ist unparteiisch und an keinerlei politische oder nationale Interessen gebunden. Das WEF hat Beobachterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen und steht unter der externen Aufsicht des Eidgenössischen Departement des Innern. Sein höchstes internes Aufsichtsgremium ist der Stiftungsrat. Mitglieder und Direktoren ergeben sich aus dem Eintrag im Handelsregister des Kantons Genf. Die Mission des Forums lautet, „den Zustand der Welt zu verbessern“ (englisch: committed to improving the state of the world).[5]

Der Hauptsitz des Weltwirtschaftsforum ist Cologny im Schweizer Kanton Genf. Es gibt darüber hinaus Büros in Peking (China), New York, (USA), und Tokio (Japan). 2016 eröffnete das Forum das "Center for the Fourth Industrial Revolution" in San Francisco (USA).[6]

Mitgliedschaft, Finanzierung, staatliche Beteiligung

Das Forum wird von seinen rund 1000 Mitgliedsunternehmen finanziert.

Das typische Mitgliedsunternehmen ist ein globales Unternehmen mit einem Umsatz von über 5 Mrd. US-Dollar, wobei dies je nach Branche und Region variieren kann. Außerdem zählen die meisten dieser Unternehmen zu den wichtigsten Unternehmen ihrer Branche und/oder ihres Landes und spielen bei der Zukunftsgestaltung ihrer Branche und/oder Region eine wichtige Rolle.[7] Seit 2005 bezahlt jedes Mitgliedsunternehmen eine Basis-Jahresmitgliedsgebühr von 42.500 Schweizer Franken (CHF) und eine Gebühr von 18.000 CHF für die Teilnahme ihres Präsidenten am Jahrestreffen in Davos. Industrie- und strategische Partner bezahlen jeweils 250.000 CHF und 500.000 CHF, um maßgeblich an den Initiativen des Forums mitzuwirken.[8][9]

An den Kosten der Veranstaltung ist die Schweiz mit Aufwendungen für Polizei- und Militäreinsatz beteiligt. So wurden für das Treffen im Jahr 2019 knapp elf Millionen Franken (9,5 Millionen Euro) veranschlagt. An den Polizeikosten von neun Millionen Franken – vornehmlich für Personenschutz – beteiligt sich die Stiftung mit einem Viertel. Der Großteil entfällt auf die Öffentliche Hand, aufgeteilt auf den Bund, den Kanton Graubünden und die Gemeinde Davos. Die Armee schützt die Verkehrswege und Gebäude und überwacht den Luftraum. Bis zu 5000 Angehörige der Streitkräfte können eingesetzt werden. Die Kosten sind im regulären Verteidigungsbudget eingeplant. Eingesetzt werden zu einem großen Teil Wehrpflichtige in ihrem jährlichen Auffrischungskursus. Dafür entstehen Kosten in Höhe von 32 Millionen Franken, die ohnehin für die Übungen anfallen würden, zuzüglich etwa vier Millionen Franken für Material und Fahrzeuge. Diese Kosten trägt der Bund.[10]

Der Staat profitiert von der Veranstaltung mit Reputationsgewinn, Generierung von Umsatz und Steuereinnahmen. Durch das Weltwirtschaftsforum wurden beispielsweise 2017 in der ganzen Schweiz Umsätze von etwa 94 Millionen Franken erzielt. Nach einer Studie der Universität St. Gallen beliefen sich die steuerlichen Effekte für die Gemeinde, den Kanton und den Bund zusammen rechnerisch auf einen Betrag zwischen 9,3 und 10,5 Millionen Franken. Weil die Stiftung als Veranstalter wegen ihrer Gemeinnützigkeit Steuervorteile genießt und von den Umsätzen mehr als die Hälfte auf sie entfällt, erzielt die Schweiz nur einen Teil der Steuereinnahmen.[11]

In anderen Sprachen
беларуская (тарашкевіца)‎: Сусьветны эканамічны форум
Bahasa Indonesia: Forum Ekonomi Dunia
Lingua Franca Nova: Foro Economial Mundial
Bahasa Melayu: Forum Ekonomi Dunia
srpskohrvatski / српскохрватски: Svjetski ekonomski forum
Simple English: World Economic Forum