Vereinigte Staaten | geographie

Geographie

Grenzen und Ausdehnung

Ein zusammengesetztes Satellitenbild der 48 Zentralstaaten der Vereinigten Staaten (ohne Alaska und Hawaii) und angrenzender Gebiete

Die Vereinigten Staaten haben eine gemeinsame Grenze mit Kanada, die insgesamt 8.895 Kilometer lang ist (wobei sich ca. 2.477 Kilometer zwischen Alaska und Kanada erstrecken), und eine mit Mexiko, die 3.326 Kilometer lang ist. Die Gesamtlänge der US-Landesgrenzen beträgt 12.221 Kilometer. Die Küstenlinie an Atlantik, Pazifik und Golf von Mexiko umfasst insgesamt 19.924 Kilometer.

Der Staat umfasst eine Landfläche von 9.161.924 km², hinzu kommen 664.706 km² [34] Wasserflächen, so dass sich ein Staatsgebiet von 9.826.630 km² ergibt.

Die Nord-Süd-Ausdehnung zwischen der kanadischen und der mexikanischen Grenze beträgt etwa 2.500 Kilometer, die Ausdehnung zwischen Atlantik und Pazifik rund 4.500 Kilometer. Der Hauptteil des Landes liegt etwa zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt (siehe Zeitzonen in den Vereinigten Staaten).

Geologie und Landschaftsgliederung

Das Gebiet weist eine deutliche Gliederung auf. So erstrecken sich Gebirgszüge wie die vulkanische Kaskadenkette, die Faltengebirge der Rocky Mountains und der Appalachen von Nord nach Süd. Während auf ihrer Wetterseite ausgedehnte Wälder bestehen, erstrecken sich in ihrem Windschatten riesige Trockengebiete mit Wüsten- oder Graslandschaften ( Prärien). Die Flusssysteme der Vereinigten Staaten, wie die des Mississippi und Missouri ermöglichten schon früh eine dichte Besiedlung, während die umgebenden trockenen Regionen bis heute dünn besiedelt sind.

Der höchste Berg der Vereinigten Staaten ist der Denali in Alaska mit 6190 m, der niedrigste Punkt ist die Senke Badwater im Death Valley mit 85,5  m unter dem Meeresspiegel. Denali und Badwater sind zugleich der höchste bzw. niedrigste Punkt des nordamerikanischen Kontinents.

Klima

Klimazonen der Vereinigten Staaten

Wichtigster Einflussfaktor des Klimas ist der polare Jetstream (Polarfrontjetstream), der umfangreiche Tiefdruckgebiete vom Nordpazifik bringt. Verbinden sich die Tiefs mit denjenigen von der atlantischen Küste, bringen sie im Winter als Nor’easters schwere Schneefälle. Da kein Gebirgszug westostwärts verläuft, bringen Winterstürme oftmals große Schneemengen weit in den Süden, während im Sommer die Hitze weit nordwärts bis nach Kanada reicht.

Die Gebiete zwischen den Gebirgszügen weisen dementsprechend hohe Temperaturextreme auf, dazu eine mehr oder minder große Trockenheit, die nach Süden und Westen zunimmt. Die Pazifikküste hingegen ist im Norden ein sehr regenreiches, häufig nebliges Gebiet. Das Gebiet um den Golf von Mexiko ist bereits subtropisch mit hohen Temperaturen im Sommer und häufig hoher Luftfeuchtigkeit. Zudem wird das Gebiet häufig von tropischen Wirbelstürmen erreicht.

In Alaska herrscht arktisches Klima, die dortigen Gebirge sind zugleich die höchsten der Vereinigten Staaten ( Denali, 6.190 Meter). Hawaii, dessen Mauna Kea 4.205 Meter hoch ist, weist hingegen tropisches Klima auf.

Flora und Fauna

Der Weißkopfseeadler ist der Wappenvogel der Vereinigten Staaten.

Die Gebiete an der Ostküste bis zu den Großen Seen waren bis ins 19. Jahrhundert sehr stark bewaldet, die Westküste im Bereich des gemäßigten Regenwalds von mitunter extrem hohen Bäumen mit Wuchshöhen von über 100 Meter. Von diesen Flächen sind nur wenige, wie die Redwoods oder der Hoh-Regenwald geblieben. Große Flächen wurden zu Ackerland umgewandelt oder bebaut, den überwiegenden Teil nehmen heute Nutzwälder ein. Die Artenvielfalt der trockeneren Graslandschaften wurde im Zuge der landwirtschaftlichen Nutzung ebenfalls stark reduziert. Schutzgebiete und -maßnahmen führten jedoch dazu, dass viele der über 17.000 Gefäßpflanzenarten gerettet werden konnten. Allein Hawaii weist 1.800 Blütenpflanzen ( Bedecktsamer) auf, von denen zahlreiche endemisch sind. [35]

Rund 400 Säugetier-, 750 Vogel- und 500 Reptilien- und Amphibienarten sowie weit über 90.000 Insektenarten bilden einen Teil der Fauna, [36] wobei seit 1973 ein eigenes Gesetz bedrohte Arten schützt. 58 Nationalparks und mehrere hundert weitere Schutzgebiete weisen überwiegend eine starke Artenvielfalt auf, die in deutlichem Kontrast zu den weitverbreiteten Monokulturen steht.

Natur und Umweltschutz

Historisch entstammen einige wichtige Entwicklungen des Naturschutzes aus der Geschichte der Vereinigten Staaten: Die Nationalparkidee und mit ihr der Yosemite Nationalpark, als weltweit erstes Großschutzgebiet dieser Art entstand in den Vereinigten Staaten. Als nationale Behörde richtete der Senat die National Fish and Wildlife Foundation (NFWF) zur Betreuung aller nationaler Schutzgebiete ein. Auf der einen Seite engagieren sich US-amerikanische NGOs wie Conservation International weltweit führend für Natur- und Ressourcenschutz. Auf der anderen Seite haben die Vereinigten Staaten das wichtigste internationale Abkommen, die Biodiversitätskonvention als eines von wenigen Länder bis heute nicht unterzeichnet.

Ballungsräume

Bevölkerungsdichte der Vereinigten Staaten

Knapp 81 Prozent der Amerikaner lebten im Jahr 2016 in städtischen Gebieten. [37] 2006 hatten 254 Orte mehr als 100.000 Einwohner und es gab 50  Metropolregionen mit mehr als einer Million Einwohner (bei nur neun Städten). Die größten Metropolregionen waren 2016 New York City (20,1 Millionen), Los Angeles (13,3 Millionen), Chicago (9,5 Millionen), Dallas (7,2 Millionen), Houston (6,7 Millionen), Washington, D.C. (6,1 Millionen) und Philadelphia (6 Millionen). [38] Die Hauptballungsräume liegen zwischen New York und den Großen Seen, in Kalifornien und Arizona sowie in Texas und in geringerem Maße in Florida. Mit 33 Einwohner pro Quadratkilometer sind die USA ein eher dünn besiedeltes Land. Der Osten des Landes ist dabei deutlich dichter besiedelt als der Westen. [39]

Top 10 Städte und Metropolregionen (Stand 2016) [38]

Rang Stadt Einwohnerzahl Rang Metropolregion Einwohnerzahl
1 New York City 8.537.673 1 New York City- Newark- Jersey City 20.153.634
2 Los Angeles 3.976.322 2 Los Angeles- Long Beach- Anaheim 13.310.447
3 Chicago 2.704.958 3 Chicago- Naperville- Elgin 9.512.999
4 Houston 2.303.482 4 Dallas- Fort Worth- Arlington 7.233.323
5 Phoenix 1.615.017 5 Houston- The Woodlands- Sugar Land 6.772.470
6 Philadelphia 1.567.872 6 Washington, D.C.- Arlington- Alexandria 6.131.977
7 San Antonio 1.492.510 7 Philadelphia- Camden- Wilmington 6.070.500
8 San Diego 1.406.630 8 Miami- Fort Lauderdale- Palm Beach 6.066.387
9 Dallas 1.317.929 9 Atlanta- Sandy Springs- Roswell 5.789.700
10 San José 1.025.350 10 Boston- Cambridge- Newton 4.794.447
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