Kleines Herz in Not | kritiken

Kritiken

„…ein zu Unrecht weithin unbeachtet gebliebenes, kleines aber sehr sorgfältig umgesetztes und von Graham Greene geschriebenes Melodram, … in dessen Mittelpunkt die große Enttäuschung eines Jungen steht, dessen Idol, ein scheinbar perfekter, untadeliger Butler (Ralph Richardson) etwas ihm völlig Unerklärliches, scheinbar Verwerfliches tut und von einer Sekunde auf die nächste die Gunst seines minderjährigen Bewunderers verliert. Der vor allem aus der Sicht des Kindes erzählte Streifen faszinierte durch eine kluge Schauspielerführung, ein sorgfältiges Drehbuch und superbe interpretatorische Einzelleistungen.“

Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films, Band 6, Seite 435, Berlin 2001

„Kleines Herz in Not … ist eine rührende aber keineswegs sentimentale Geschichte und gibt Carol Reed den Stoff für jene atmosphärische Verdichtung, die ihm stets lag.“

Heinrich Fraenkel: Unsterblicher Film. Die große Chronik. Vom ersten Ton bis zur farbigen Breitwand, S. 295, München 1957

„In seinen typischen Filmen schildert Reed das Schicksal von Ausgestoßenen, Einsamen, Verfolgten. Seine Helden geraten ins Zwielicht, werden schuldlos schuldig und sind sich selbst und ihrer Taten nicht mehr sicher. Dieses Zwielicht hat Reed mit raffinierten Lichteffekten auch optischen eindrucksvoll gestaltet. Und Spannung entsteht bei ihm häufig aus einer dichten atmosphärischen Schilderung, die den Helden mit geheimnisvollen Bedrohungen umstellt.“

Reclams Filmführer, von Dieter Krusche, Mitarbeit: Jürgen Labenski. S. 654. Stuttgart 1973

„Carol Reed beschränkte sich auf eine kleine Besetzung und einen streng begrenzten Schauplatz: eine nahezu verlassene Botschaft. Damit erreichte er die Wirkung einer bis ins letzte detaillierten Miniatur. Unter seiner Leitung spielte die Besetzung zurückhalten und bemerkenswert homogen. Besonders hervorzuheben sind die geschickte Regie und die Montage Reeds, der besonders den unerfahrenen Kinderdarsteller Bobby Henrey als einsamer kleiner Junge zu führen verstand, sowie Ralph Richardsons zurückhaltende, aber straffe Darbietung als der freundliche Butler, der des Mordes an seiner Frau verdächtigt wird, weil das Kind ihn zu schützen versucht.“

Buchers Enzyklopädie des Films, S. 226 f., Frankfurt a. M. 1977

„Ausgezeichnete Realisierung der Grahame Greene Story „The Basement Room“.“

Leonard Maltin: Movie & Video Guide, 1996 edition, S. 406

„Ein nahezu perfektes Stück klein-formatiges Kino, aufgebaut dank cleverer Nuancen der Schauspielkunst und cineastischer Technik.“

Leslie Halliwell: Halliwell‘s Film Guide, Seventh Edition, New York 1989, S. 333

„Die Seelennöte des Kindes, das sein Idol zunächst für den Mörder hält, enden mit der schmerzhaften Ernüchterung seiner Gefühle. Eine sensible psychologische Studie und zugleich ein packendes Kriminal-Kammerspiel. Formal und darstellerisch über dem Durchschnitt.“

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