Hypertext | forschungsfragen

Forschungsfragen

Ein Problem beim Arbeiten mit Hypertext ist das gezielte Auffinden von Informationen. Während literate Menschen über Jahrhunderte in der Rezeption von linearen Texten geschult worden sind, begann man erst mit der zunehmenden Verbreitung des World Wide Web seit Mitte der 1990er Jahre den Umgang mit komplexen Hypertexten zu erlernen. Hilfsmittel wie Suchmaschinen und Suchfunktionen auf den Webseiten unterstützen den Nutzer.

Technisch fehlen dem WWW wichtige Funktionen früherer Hypertextsysteme. So ist zum Beispiel das Problem der so genannten toten Links im WWW ungelöst, die nicht oder nicht mehr zum gewünschten Ziel führen. Auch die Einführung der Uniform Resource Identifiers (URIs) ist über die im Web gebräuchlichen URLs nur unvollständig erfüllt.

Ein weiteres Problem ist das Navigieren in Hypertexten, da vor allem in den Anfangsjahren häufig eine vom Autor vorgegebene Lesestruktur (zum Beispiel eine Guided Tour) fehlte. Heute verfügen Hypertexte in der Regel über eine ausgefeilte Navigation. Als Folge eines Übermaßes an Querverweisen kann ein sogenannter Information Overload, die Überflutung mit ungeordneten Informationen und eine Desorientiertheit im weit verzweigten Netz von Texten (Lost in Hyperspace) entstehen. Die Lesegewohnheiten spielen hierbei eine wichtige Rolle. So haben online-affine Nutzer weniger Schwierigkeiten damit, das Lesen eines Textes zu unterbrechen, um einem Querverweis zu folgen. Problemlösungsansätze bieten virtuelle Mindmaps und Web-Ontologien. Erst in Ansätzen gelöst ist das Problem der Visualisierung von Hypertexten, also die grafisch aufbereitete Darstellung der typischerweise netzwerkförmigen und daher nicht hierarchisch präsentierbaren Struktur eines Hypertextes (siehe auch Hyperbolic Tree).

In Hypertext ist die Reihenfolge variabel, in der Wortschaftbestandteile (lexia) präsentiert werden. Marie-Laure Ryan vertritt die Ansicht, dass die Beschreibung von Hypertext als nicht-linear nicht ganz zutreffend sei, denn was im Leseprozess ausgewählt wird, behalte dennoch eine lineare Ordnung („sequential order“). Stattdessen schlägt Ryan für diese Eigenart der Hypertexte den Begriff multilinear vor.[12]

In anderen Sprachen
العربية: نص فائق
azərbaycanca: Hipermətn
беларуская: Гіпертэкст
беларуская (тарашкевіца)‎: Гіпэртэкст
български: Хипертекст
brezhoneg: Gourskrid
bosanski: Hipertekst
català: Hipertext
нохчийн: Гипертекст
کوردی: سەروودەق
čeština: Hypertext
Cymraeg: Uwch-destun
dansk: Hypertekst
Ελληνικά: Υπερκείμενο
English: Hypertext
Esperanto: Hiperteksto
español: Hipertexto
euskara: Hipertestu
فارسی: ابرمتن
føroyskt: Ovurtekstur
français: Hypertexte
Gaeilge: Hipirtéacs
galego: Hipertexto
עברית: היפרטקסט
hrvatski: Hipertekst
magyar: Hiperszöveg
interlingua: Hypertexto
Bahasa Indonesia: Hiperteks
íslenska: Stiklutexti
italiano: Ipertesto
ქართული: ჰიპერტექსტი
ភាសាខ្មែរ: Hypertext
Кыргызча: Гипертекст
Latina: Hypertextus
lietuvių: Hipertekstas
latviešu: Hiperteksts
олык марий: Гипертекст
Bahasa Melayu: Hiperteks
नेपाल भाषा: हाइपर टेक्स्ट
Nederlands: Hypertekst
norsk: Hypertekst
ਪੰਜਾਬੀ: ਹਾਈਪਰਟੈਕਸਟ
polski: Hipertekst
português: Hipertexto
română: Hipertext
русский: Гипертекст
русиньскый: Гипертекст
Scots: Hypertext
srpskohrvatski / српскохрватски: Hypertext
Simple English: Hypertext
slovenčina: Hypertext
slovenščina: Hipertekst
Soomaaliga: HyperText
shqip: Hypertext
српски / srpski: Хипертекст
svenska: Hypertext
Türkçe: Hiper metin
українська: Гіпертекст
Tiếng Việt: Siêu văn bản
吴语: 超文本
Yorùbá: Hypertext
中文: 超文本