Fuchsien | vermehrung

Vermehrung

Fuchsien vermehren sich in der freien Natur über Samen. Die Beeren werden meist in großer Zahl gebildet. Je nach Art sind sie bei Reife grün, rötlich oder fast schwarz. Sie können bis zu pflaumengroß werden. Ausgereifte Beeren sind saftig, weich und geschwollen. Sie sind essbar. Die enthaltenen Samen sind sehr klein und verlieren ihre Keimfähigkeit sehr rasch.

Im Gartenbau wird meist die vegetative Vermehrung über Stecklinge bevorzugt. Fuchsienstecklinge wurzeln schnell, wenn die Bodenwärme 18 bis 20 Grad Celsius beträgt. In kommerziellen Gärtnereien stehen die Vermehrungsbeete deswegen gelegentlich auf beheizten Pflanztischen. Die Stecklinge müssen vor Zugluft, praller Sonne und Verdunstung geschützt werden. Ihre Bewurzelungsgeschwindigkeit erhöht sich, wenn die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Als Vermehrungssubstrat wird ein nährstoffarmes Torf-Sand-Gemisch (üblicherweise im Verhältnis 2:1) verwendet. Eine erfolgreiche Wurzelbildung zeigt sich in der Wiederaufnahme des Triebspitzenwachstums, also der Bildung neuer Blätter und der Streckung des Sprosses. Bei hoher Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur bewurzelte Stecklinge müssen danach an geringere Temperaturen gewöhnt („abgehärtet“) werden. Weiche Pflanzenteile, also bei Wärme gebildete Pflanzenteile bewurzeln schneller als schon verholzende Teile; grundsätzlich kann man Kopf- und Teilstecklinge machen.

Hobbygärtner bewurzeln Stecklinge gelegentlich auch in Wassergläsern. Die Pflanzen werden dann eingetopft, wenn die Wurzeln zwei bis drei Zentimeter lang sind. Generell gilt die Vermehrung von Fuchsien über Stecklinge als einfach und auch von Privatgärtnern einfach zu praktizieren.

Winterharte Fuchsien und robustere Fuchsien-Hybriden bilden außerdem „Wurzelausläufer“ aus, es sind unterirdische Teile der Sprossachse und keine Teile der Wurzel. Diese können mit der anhängenden Wurzel abgetrennt und gleichfalls sofort in Töpfen kultiviert werden.

Eine Kultivierung und Vermehrung von Fuchsien über eine In-vitro-Kultur ist ebenfalls möglich, wirtschaftlich und mengenmäßig jedoch nicht von Bedeutung. Ihren Einsatz findet diese Technik lediglich bei der Etablierung neuer Typen, der Produktion von Elitepflanzen oder der Pathogen- Eliminierung. Deshalb ist diese Vermehrungsmethode entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg eines Jungpflanzenproduktionsbetriebes und für gesunde Pflanzen in denjenigen Gärtnereien, welche die Jungpflanzen kaufen.

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