Bruttonationaleinkommen | begriffliche einordnung

Begriffliche Einordnung

Das Bruttonationaleinkommen ist der Wert der Endprodukte und Dienstleistungen, die in einer bestimmten Periode durch Produktionsfaktoren, die sich im Eigentum von Inländern befinden, produziert werden.

Es schließt ein (jeweils zu dem Anteil, zu dem die Güter in der betrachteten Periode durch im Besitz von Inländern befindliche Produktionsfaktoren hergestellt worden sind):

  • die in einer Periode hergestellten Konsumgüter (z. B. Nahrungsmittel, Bekleidung, Benzin, neue Autos) und Dienstleistungen (z. B. Haarschnitte) zu ihren Verkaufspreisen;
  • die Anschaffung von Maschinen und Anlagen durch Unternehmen sowie an Unternehmen erbrachte Dienstleistungen, die keine Vorprodukte sind (z. B. Leistungen von Unternehmensberatungen), zu ihren Kaufpreisen;
  • die Herstellung von Wohn- und Geschäftsbauten zu ihren Verkaufspreisen;
  • die Käufe von Gütern und Dienstleistungen seitens des Staates zu ihren Kaufpreisen sowie die vom Staat erbrachten Dienstleistungen zu ihren Herstellungspreisen.

Folglich kann man sich das Bruttonationaleinkommen (BNE) als den gesamten Wert der laufenden Produktion vorstellen, die Inländer erbracht haben. Damit stellt es eine wichtige Kennzahl der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) dar.

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