Bruttonationaleinkommen | berechnung

Berechnung

Verteilung des Bruttonationaleinkommens; bis 1991 altes, nach 1991 neues Bundesgebiet
Bruttonationaleinkommen, Nettonationaleinkommen und Volkseinkommen in der Bundesrepublik Deutschland von 1970 bis 2013. Bis 1991 nur Westdeutschland

Das Bruttonationaleinkommen zu Marktpreisen ist die Summe der Werte der von allen Bewohnern eines Staates innerhalb einer bestimmten Periode (ein Jahr) bezogenen Einkommen aus Arbeit (Arbeitnehmerentgelt) und Kapital (Unternehmens- und Vermögenseinkommen) zuzüglich der Produktions- und Importabgaben, abzüglich der Subventionen (Gütersteuern minus Gütersubventionen) und zuzüglich der Abschreibungen. Im Zusammenhang mit anderen volkswirtschaftlichen Kennzahlen stellt sich dies wie folgt dar:

Produktionswert (Herstellkosten, PW)
Vorleistungen (ohne importierte VL)
Importe
= Bruttowertschöpfung (unbereinigt)
unterstellte Bankgebühr
= Bruttowertschöpfung (bereinigt)
+ Gütersteuern ()
Gütersubventionen (Z)
= Bruttoinlandsprodukt (BIP)
+ Saldo der Primäreinkommen mit der übrigen Welt
= Bruttonationaleinkommen
Abschreibungen
= Nettonationaleinkommen (Primäreinkommen)
Produktion- und Importabgaben an die Staatskasse
+ Subventionen aus der Staatskasse
= Volkseinkommen

1999 wurde die Bezeichnung „Bruttosozialprodukt“ (BSP) im Zuge der Einführung des ESVG 1995 durch den Begriff „Bruttonationaleinkommen“ in der EU ersetzt. Das BNE unterscheidet sich in der Berechnung vom BSP lediglich dadurch, dass es die saldierten Produktions- und Importabgaben (z. B. Zölle) und Subventionen aus der EU berücksichtigt. Wird das BNE aus dem BIP zu Marktpreisen abgeleitet, ergibt sich folgende Berechnung:[1]

Bruttoinlandsprodukt (BIP)
+ Saldo der Primäreinkommen mit der übrigen Welt
= Bruttosozialprodukt (BSP)
+ Subventionen aus der EU
Saldo der Produktions- und Importabgaben aus der EU
= Bruttonationaleinkommen

Für andere Wirtschaftsräume sind BNE und BSP identisch.[2]

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