Welthunger

Karte des Anteils an unterernährten Menschen an der Gesamtbevölkerung nach Staat
Ein Arzt misst den Armumfang eines unterernährten Kindes in der Demokratischen Republik Kongo
Nach einem Rückgang des Hungers steigt er seit 2015 erneut deutlich an. Näheres zu den Zahlen siehe im Abschnitt Hungernde weltweit des Artikels Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen

Mit dem Ausdruck Welthunger wird die Situation beschrieben, dass international Menschen längerfristig unter Unter- oder Mangelernährung leiden. Der Personenkreis erleidet Hunger aufgrund von Armut.

Nach Definition der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen ist chronischer Hunger der Zustand einer Person, der eintritt, sobald ihre Energiezufuhr dauerhaft niedriger als 8.800 kJ (= 2.100 kcal) pro Tag ist.[1] Neben einem Energie- und Proteinmangel kann Unterernährung auch durch das Fehlen einzelner Nährstoffe, zum Beispiel Vitaminen oder Mineralstoffen, entstehen.[2] Hiervon abzugrenzen ist Hunger, der durch akute Hungersnöte entsteht. Dieser wird durch Naturkatastrophen oder Konflikte ausgelöst. Chronischer Hunger macht den überwiegenden Teil des heutigen Welthungers aus.

Laut dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen leiden rund 795 Millionen Menschen weltweit an Hunger (Stand 2015), also etwa jeder neunte (11 %). Nach Angaben der FAO ist die Zahl der Hungernden seit 1990 um 216 Millionen zurückgegangen. Damals litten also sogar über eine Milliarde Menschen an Hunger (18,6 % der Weltbevölkerung 1990).[3] An den Folgen von Hunger und Unterernährung sterben mehr Menschen als an HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen. Jedes Jahr sterben etwa 8,8 Millionen Menschen an Hunger, was einem Todesfall rund alle drei Sekunden entspricht (Stand 2007).[4] Häufig sind Kinder unter fünf Jahren betroffen. Jedes siebte ist weltweit untergewichtig (Stand 2014) und jedes vierte ist chronisch unterernährt (Stand 2012). Unterernährung trägt jährlich und weltweit zum Tod von 3,1 Millionen Kindern unter fünf Jahren bei, was mehr als 45 % aller Sterbefälle von Kindern unter fünf Jahren entspricht (Stand 2013).[5]

98 % der Hungernden leben in Entwicklungsländern (779,9 Millionen). Die meisten leben in Asien (511,7 Millionen) und Afrika (232,5 Millionen), aber auch in Lateinamerika (26,8 Millionen), in den Industriestaaten (14,7 Millionen), in der Karibik (7,5 Millionen) und in Ozeanien (1,4 Millionen).

In anderen Sprachen
Afrikaans: Honger
العربية: جوع
asturianu: Fame
Aymar aru: Awtja
azərbaycanca: Aclıq
žemaitėška: Bads
беларуская: Голад
български: Глад
bosanski: Glad
català: Fam
čeština: Hlad
dansk: Sult
Ελληνικά: Πείνα
emiliàn e rumagnòl: Faṁ
English: Hunger
Esperanto: Malsato
español: Hambre
euskara: Gose
فارسی: گرسنگی
suomi: Nälkä
français: Faim
galego: Fame
עברית: רעב
हिन्दी: भूख
hrvatski: Glad
Kreyòl ayisyen: Grangou
Bahasa Indonesia: Kelaparan
Ido: Hungro
íslenska: Hungur
italiano: Fame
日本語: 飢え
Kabɩyɛ: Ñɔɔsɩ
ಕನ್ನಡ: ಹಸಿವು
한국어: 배고픔
Кыргызча: Ачка болуу
Latina: Fames
lietuvių: Alkis
македонски: Глад
മലയാളം: വിശപ്പ്
Mirandés: Fame
Nederlands: Honger
occitan: Fam
ਪੰਜਾਬੀ: ਭੁੱਖ
polski: Głód
português: Fome
Runa Simi: Yarqay
română: Foame
русский: Голодание
саха тыла: Аччыктааһын
sicilianu: Fami
Scots: Hunger
سنڌي: بک
srpskohrvatski / српскохрватски: Glad
සිංහල: කුසගින්න
Simple English: Hunger
slovenščina: Lakota
Soomaaliga: Gaajo
српски / srpski: Глад
తెలుగు: ఆకలి
Tagalog: Gutom
Türkçe: Açlık
українська: Голод
Tiếng Việt: Đói
walon: Fwin
中文: 饥饿