Vereinigte Staaten

United States of America
Vereinigte Staaten von Amerika
Flagge der Vereinigten Staaten
Großes Siegel der Vereinigten Staaten
Flagge Siegel
Wahlspruch:
E pluribus unum („aus vielen Eins“, nie offiziell anerkannt)
In God We Trust („Auf Gott vertrauen wir“, seit 1956)
Amtssprache de jure: keine
de facto: Englisch [1]
Hauptstadt Washington, D.C.
Staatsform Föderale Republik
Regierungssystem Präsidialsystem
Staatsoberhaupt, zugleich Regierungschef Präsident Donald Trump
Fläche 9.826.675 [2] km²
Einwohnerzahl 322.755.353 (31. Dezember 2015) [3]
Bevölkerungsdichte 33 [4] Einwohner pro km²
Bevölkerungs­entwicklung +0,74 % [5] pro Jahr
Bruttoinlandsprodukt
  • Total (nominal)
  • Total ( KKP)
  • BIP/Einw. (nominal)
  • BIP/Einw. (KKP)
2016 [6]
  • 18.559 Mrd. USD ( 1.)
  • 18.559 Mrd. USD ( 2.)
  • 57.324 USD ( 8.)
  • 57.324 USD ( 13.)
Index der menschlichen Entwicklung 0,920 ( 10.) (2016) [7]
Währung US-Dollar (USD)
Gründung 1787/89 ( Verfassung)
Unabhängigkeit 4. Juli 1776 (vom Königreich Großbritannien)
Nationalhymne The Star-Spangled Banner
Nationalfeiertag 4. Juli ( Independence Day)
Zeitzone UTC −5 bis UTC −10
(50 Bundesstaaten und D.C.)
Kfz-Kennzeichen USA
ISO 3166 US, USA, 840
Internet-TLD .us, .gov, .mil, .edu
Telefonvorwahl +1 (siehe NANP)
ChileUruguayArgentinienParaguayPeruBolivienBrasilienEcuadorPanamaVenezuelaGuyanaSurinameKolumbienTrinidad und TobagoFrankreich (Französisch-Guayana)Niederlande (ABC-Inseln)Costa RicaHondurasEl SalvadorGuatemalaBelizeMexikoJamaikaKubaHaitiDominikanische RepublikBahamasNicaraguaVereinigte StaatenKanadaInseln über dem Winde (multinational)Puerto Rico (zu Vereinigte Staaten)Vereinigtes Königreich (Kaimaninseln)Vereinigtes Königreich (Turks- and Caicosinseln)Vereinigtes Königreich (Bermuda)Frankreich (St.-Pierre und Miquelon)Dänemark (Grönland)RusslandIslandNorwegenIrlandVereinigtes KönigreichDeutschlandDänemarkBelgienFrankreichSpanienPortugalSpanien (Kanarische Inseln)MarokkoLibyenKap VerdeMauretanienMaliTunesienGuineaGuinea-BissauGambiaSenegalSchweizItalienNiederlandeSchwedenFinnlandPolenEstlandLettlandLitauenRusslandItalienWeißrusslandUkraineJapanVolksrepublik ChinaMongoleiKasachstanMoldawienRumänienBulgarienÖsterreichUngarnTschechienSlowakeiSlowenienSerbienKroatienBosnien und HerzegowinaMontenegroAlbanienNordkoreaUnited States on the globe (North America centered).svg
Über dieses Bild

Die Vereinigten Staaten ( englisch United States, kurz U.S., US), kurz für Vereinigte Staaten von Amerika (englisch United States of America; abgekürzt USA), häufig auch schlicht Amerika (englisch America) genannt, sind eine föderale Republik, die aus 50 Bundesstaaten, einem Bundesdistrikt (der Hauptstadt Washington, D.C.), fünf größeren Territorien und etlichen Inselterritorien besteht. Die 48 zusammenhängenden Continental United States und Alaska liegen in Nordamerika, während Hawaii und kleinere Außengebiete im Pazifik beziehungsweise in der Karibik liegen. Das Land weist eine sehr hohe geographische und klimatische Diversität mit einer großen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten auf.

Die Vereinigten Staaten sind der drittgrößte Staat der Erde, gemessen an der Fläche von 9,83 Millionen Quadratkilometern [2] (nach Russland und Kanada) und gemessen an der Bevölkerung von etwa 322 Millionen Einwohnern (nach China und Indien). Die nach Einwohnerzahl größte Stadt ist New York City, bedeutende Metropolregionen sind Los Angeles, Chicago, Dallas, Houston, Philadelphia, Washington, Miami, Atlanta, Boston und San Francisco, mit jeweils über 5 Millionen Einwohnern. Der Grad der Urbanisierung liegt bei 81,62 Prozent (Stand: 2015). [8]

Bedingt durch die Einwanderung aus einer Vielzahl von Ländern sind die Vereinigten Staaten eines der ethnisch diversesten und multikulturellsten Länder der Erde. Anders als in 32 Bundesstaaten gibt es auf Bundesebene keine gesetzliche Amtssprache, jedoch herrscht Englisch als De-facto-Amtssprache vor. Im Südwesten sowie in Miami ist zusätzlich die spanische Sprache weit verbreitet.

Paläoindianer wanderten vor mehr als 13.000 Jahren aus Asien in das nordamerikanische Festland der heutigen Vereinigten Staaten ein ( Buttermilk Creek Complex), nachdem sie mehrere Jahrtausende zuvor das heute zu den USA gehörende Alaska besiedelt hatten. Die europäische Kolonisierung begann etwa um 1600 vorwiegend aus England, allerdings in langwieriger Auseinandersetzung mit Frankreich. Die Vereinigten Staaten gingen aus den 13 Kolonien an der Atlantikküste hervor. Streit zwischen Großbritannien und den amerikanischen Kolonien führte zur Amerikanischen Revolution. Am 4. Juli 1776 verabschiedeten Delegierte der 13 Kolonien die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten und somit die Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg, der mit der Anerkennung der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten endete, war der erste erfolgreiche Unabhängigkeitskrieg gegen eine europäische Kolonialmacht. Die heutige Verfassung der Vereinigten Staaten wurde am 17. September 1787 verabschiedet. Bisher wurden 27 Zusatzartikel ergänzt. Die ersten zehn Zusatzartikel, die gemeinsam als Bill of Rights bezeichnet werden, wurden 1791 ratifiziert und garantieren eine Vielzahl von unveräußerlichen Rechten.

Angetrieben von der Doktrin Manifest Destiny begannen die Vereinigten Staaten eine dynamische Expansion über Nordamerika, die sich über das 19. Jahrhundert erstreckte. Dies schloss die gewaltsame Vertreibung indigener indianischer Stämme, den Erwerb neuer Territorien u. a. im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg und die Gründung neuer Bundesstaaten ein. Der Amerikanische Bürgerkrieg führte 1865 zum Ende der legalen Sklaverei in den Vereinigten Staaten. Zum Ende des 19. Jahrhunderts erreichten die Vereinigten Staaten eine Ausdehnung bis zum pazifischen Ozean, ihre Wirtschaft wurde zur größten weltweit. Der Spanisch-Amerikanische Krieg und der Erste Weltkrieg bestätigten die Rolle der Vereinigten Staaten als globale Militärmacht. Aus dem Zweiten Weltkrieg gingen sie als Supermacht und als erstes Land mit Atomwaffen und einem ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hervor. Nach Ende des Kalten Krieges und dem Zerfall der Sowjetunion sind die Vereinigten Staaten die einzige verbliebene Supermacht. Sie sind Gründungsmitglied der Vereinten Nationen, der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und vieler weiterer internationaler Organisationen. Ihr politischer und kultureller Einfluss ist weltweit groß.

Die Vereinigten Staaten sind ein industrialisierter Staat und die weltweit größte Volkswirtschaft mit einem Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 18,5 Billionen US-Dollar im Jahr 2016, was 25 % der nominellen oder 17 % der kaufkraftbereinigten globalen Wirtschaftsleistung entspricht. [6] Das Land hatte 2016 das weltweit achthöchste Pro-Kopf-Einkommen. Laut der Weltbank ist die Einkommensungleichverteilung in den Vereinigten Staaten eine der höchsten unter den OECD-Staaten. [9] Die Wirtschaftsleistung des Landes wird durch den Reichtum an natürlichen Ressourcen, eine gut entwickelte Infrastruktur und eine hohe durchschnittliche Produktivität begünstigt. [10] [11] Obwohl die Wirtschaftsstruktur der Vereinigten Staaten gemeinhin als postindustriell angesehen wird, sind sie nach wie vor einer der weltgrößten Güterproduzenten. [12] Das Land war 2016 für 36 % der weltweiten Militärausgaben verantwortlich und liegt damit auf Platz 1, gefolgt von China mit 13 % und Russland mit 4,1 %. [13] Der in Folge der Terroranschläge vom 11. September 2001 ausgerufene Ausnahmezustand ist weiterhin in Kraft. [14]


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