Veni creator spiritus

Veni creator spiritus
Veni creator spiritus.jpg
Allgemeines
Gebrauch:Hymnus
Liturgischer Kalender:Stundengebet der Pfingstoktav
Textherkunft:Rabanus Maurus
Modus:Achter Ton
Choralbuch:Graduale Romanum (1908), S. 121*

Veni creator spiritus (zu deutsch: „Komm, Schöpfer Geist“) ist ein lateinischer Hymnus aus dem 9. Jahrhundert, der mehrheitlich Rabanus Maurus zugeschrieben wird. Nach einer These Heinrich Lausbergs ist er anlässlich des Aachener Konzils von 809 verfasst worden, um dessen Teilnehmer programmatisch auf den kaiserlichen Auftrag einzustimmen, die theologische Zulässigkeit der Einfügung des Filioque ins große Glaubensbekenntnis nachzuweisen. Als sicher gilt jedenfalls, dass der Hymnus im theologischen Umfeld dieses Konzils entstanden ist.

Der Hymnus zählt zu den wenigen Gebeten in der Liturgie der Westkirche, die sich direkt an den Heiligen Geist wenden. Spätestens seit dem 10. Jahrhundert wurde er im Stundengebet in der Pfingstoktav verwendet, spätestens seit dem 11. Jahrhundert auch bei Synoden, Weihen und Ordinationen. Er wird auch beim Einzug der Kardinäle ins Konklave gesungen.