Nelkenrevolution

Erinnerungsinschrift an die Revolution

Die Nelkenrevolution (portugiesisch Audio-Datei / Hörbeispiel Revolução dos Cravos?/i oder 25 de Abril) war der Militärputsch in Portugal am 25. April 1974 gegen die autoritäre Diktatur des Estado Novo. Der Putsch, der von der linksgerichteten Armeegruppe Movimento das Forças Armadas geführt und von weiten Teilen der Bevölkerung unterstützt wurde, verlief weitgehend widerstandslos – vier Menschen starben jedoch, als regimetreue Truppen auf unbewaffnete Demonstranten feuerten.

Die Nelkenrevolution führte nach einer von politischer und sozialer Unruhe geprägten Übergangsphase, in der das Militär verschiedene provisorische Regierungen einsetzte, zu den ersten freien und demokratischen Wahlen, zur Verfassungsgebung und 1976 schließlich zur friedlichen Übergabe der Staatsgewalt an das neu gewählte Parlament und den neu gewählten Präsidenten und damit zur Dritten Portugiesischen Republik.

Die Revolution verdankt ihren Namen den roten Nelken, die sich aufständische Soldaten in die Gewehrläufe gesteckt hatten.[1]

In anderen Sprachen
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