Mecklenburg-Strelitz

Mecklenburg-Strelitz
WappenFlagge
Wappen des Großherzogtums Mecklenburg-StrelitzFlagge von Mecklenburg-Schwerin
Lage im Deutschen Reich
Lage des Großherzogtums Mecklenburg-Schwerin im Deutschen Kaiserreich
 
LandeshauptstadtNeustrelitz
RegierungsformMonarchie, Republik
Staatsoberhaupt17011815: (regierender) Herzog, 18151918: Großherzog, 19181933: Staatsminister
DynastieObodriten
Bestehen8. März 1701 – 31. Dezember 1933
Fläche2929,5 km²
Einwohner106.442 (1910)
Bevölkerungsdichte36 Einwohner/km²
Entstanden ausMecklenburg (als Landesteil)
Aufgegangen inLand Mecklenburg
HymneVandalia (1836)
Stimmen im Bundesrat1 Stimme
Kfz-KennzeichenM II
Karte
Mecklenburg-Strelitz 1815–1934

Mecklenburg-Strelitz, verkürzt bisweilen Strelitz oder Strelitzer Land[1] genannt, war von 1701 bis 1918 ein (Teil-) Herzogtum des mecklenburgischen Gesamtstaates ohne eigene Legislative. Als quasi Regierungsbezirke des mecklenburgischen Staates waren die beiden (Teil-) Herzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz bis 1806 Reichslehen und Teilstaaten des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Nach dem Ende des Reichs, infolge Standeserhöhung durch den Wiener Kongress 1815, wurden beide Teile des nunmehr souveränen Herzogtums Mecklenburg zum Großherzogtum, 1867 zugleich zu Bundesstaaten des Norddeutschen Bundes und durch die Deutsche Reichsgründung 1871 Länder des Deutschen Kaiserreiches.

Das (Teil-) Herzogtum Mecklenburg-Strelitz wurde 1701 von der östlich von Mecklenburg-Schwerin gelegenen Herrschaft Stargard (dem sogenannten „stargardischen Kreis“) und dem westlich von Mecklenburg-Schwerin gelegenen Fürstentum Ratzeburg gebildet. Der größere, südöstliche Teil von Mecklenburg-Strelitz bildete bis 1918 einen von drei ritterschaftlichen Kreisen des mecklenburgischen Gesamtstaates.

In der Weimarer Republik wurde Mecklenburg-Strelitz zum Freistaat. Es war das erste deutsche Land, das sich eine demokratische Landesverfassung gab. Der südöstliche Teil von Mecklenburg-Strelitz, die alte Herrschaft Stargard, bildete von 1934 bis 1946 den Landkreis Stargard. Danach brach die historische Gebietskontinuität ab. Aus seinem nordöstlichen Teil wurde unter Einschluss der Stadt Neubrandenburg der Kreis Neubrandenburg gebildet und aus seinem südwestlichen Teil unter Einschluss der Stadt Neustrelitz der Kreis Neustrelitz. Diese beiden Kreise wurden 1952 dem Bezirk Neubrandenburg der DDR zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform 1994 wurde ein Landkreis Mecklenburg-Strelitz neu gebildet, der aber nur noch Teile des historischen Territoriums von Mecklenburg-Strelitz umfasste und 2011 im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte aufging. Das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz im alten Postgebäude an der Neustrelitzer Schloßstraße präsentiert die Geschichte der Kulturregion. Das Schloss Neustrelitz war die Hauptresidenz der Mecklenburg-Strelitzer (Groß-)Herzöge, nach Brandstiftung zum Kriegsende und dem ideologisch motivierten Abriss 1950 wurde es bislang nicht wiederaufgebaut.

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