Manuel José Quintana

Manuel José Quintana

Manuel José Quintana y Lorenzo (* 11. April 1772 in Madrid; † 11. März 1857 ebenda) war ein spanischer Dichter und Dramatiker.

Leben

Quintana studierte in Córdoba und Salamanca die Rechte und ließ sich sodann als Advokat in Madrid nieder, wo er nach und nach Fiskalagent der Handels junta, Theaterzensor, Generalsekretär der Zentraljunta und Sekretär im Übersetzungsbüro im Außenministerium wurde.

Nach dem Einfall der Franzosen war er eines der tätigsten Mitglieder der patriotischen Partei und gründete mit anderen das Semanario patriótico, welches ganz besonders den Zweck hatte, zum Widerstand gegen die Fremdherrschaft zu ermuntern.

Auch redigierte er die Variedades de ciencias, literatura y arte, eine der besten spanischen Zeitschriften ihrer Art. Auch verfasste er die meisten Proklamationen und Manifeste der insurrektionellen Junten.

Trotzdem wurde er nach Ferdinands VII. Rückkehr als Verbreiter liberaler Ideen verfolgt und in Haft gehalten, bis die Revolution von 1820 ihm die Freiheit verschaffte.

In seine früheren Stellungen wieder eingesetzt, erhielt er 1821 noch den Posten eines Präsidenten der Generalstudienkommission, verlor aber bei der Restauration von 1823 alle jene Ämter abermals und zog sich, aus Madrid verwiesen, in die Extremadura zurück, bis er sich 1828 durch eine Ode auf die Vermählung Ferdinands VII. die Erlaubnis zur Rückkehr in die Hauptstadt erkaufte.

1833 wurde er wieder Sekretär im Übersetzungsbüro, später Mitglied der Ersten Kammer, Generaldirektor des öffentlichen Unterrichts und Erzieher der Königin Isabella II., welche ihn am 25. März 1855 in öffentlicher Versammlung der Cortes zum Dichter krönte.