Lenticularis

Wolken: Klassifikation
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Sonderformen

Lenticularis (len) (lat. „linsenförmig“, von lens „Linse“) sind Wolken in der Form von Linsen oder Mandeln, die häufig sehr langgestreckt sind und gewöhnlich klar definierte Begrenzungen haben. Gelegentlich tritt Irisieren auf.

Derartige Wolken kommen am häufigsten bei Bewölkung orographischen Ursprungs vor (auch Föhnwolke, Föhnschiffchen oder Föhnfisch genannt), wenn die Luft über den Bergen angehoben wird (Leewellen). In diesem Fall sind sie auch bei starkem Wind ortsfest, d. h. die Luft strömt durch die Wolke hindurch. Lenticulariswolken können aber auch als Folge von Scherwellen an der Grenze zwischen zwei übereinander liegenden Luftschichten mit unterschiedlicher Windrichtung entstehen. Dann haben sie üblicherweise eine Eigenbewegung.Im Mittelmeerraum ist diese Wolkenformation ein starkes Indiz für bevorstehenden Mistral.

Im Riesengebirge entstand die schlesische Bezeichnung Moazagotl (Matz'ens Gottlieb), die durch Segelflieger verbreitet wurde.

Die Bezeichnung Lenticularis wird hauptsächlich bei Cirrocumulus, Altocumulus und Stratocumulus angewendet.

Durch ihre außergewöhnlichen Formen werden sie mitunter als UFOs missinterpretiert.

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 Commons: Lenticularis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
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