Klavier

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Klavier
engl.: piano, it.: pianoforte
Grand piano and upright piano.jpg
Flügel und Pianino
Klassifikation Chordophon
Tasteninstrument
Tonumfang Range of piano.svg
Verwandte Instrumente

Celesta, Cembalo, Hackbrett

Musiker
Liste von Pianisten
Kategorie:Pianist

Klavier (von lt. clavis „Schlüssel“, im übertragenen Sinne auch „Taste“) bezeichnet heute das moderne, weiterentwickelte Hammerklavier, also ein Musikinstrument, bei dem auf Tastendruck über eine spezielle Mechanik Hämmerchen gegen Saiten geschlagen werden. Die ebenfalls übliche Bezeichnung Pianoforte oder verkürzt Piano entstand, weil das Hammerklavier erstmals die Möglichkeit bot, die Lautstärke jederzeit stufenlos zwischen leise (piano) und laut (forte) zu verändern. Die heutigen Hauptformen des Klaviers sind der Flügel (englisch grand piano) und das Pianino (englisch upright piano). Letzteres wird umgangssprachlich oft einfach mit „Klavier“ gleichgesetzt.

Historisch bezeichnete „Klavier“ allgemein irgendein Tasteninstrument, gelegentlich auch nur eine Klaviatur, also einen Teil eines Instruments.

Das heutige Klavier ist hinsichtlich der Bedienung ein Tasteninstrument, hinsichtlich der Erregungsart ein Schlaginstrument und hinsichtlich des schwingenden Mediums ein Saiteninstrument.

Bezeichnungen

Das Wort clavis ( lateinisch für „Schlüssel“) stand in der mittelalterlichen Musiktheorie für eine mit einem Buchstaben bezeichnete Tonstufe. Weil Tonbuchstaben manchmal direkt auf die Tasten der Orgel geschrieben wurden, konnte die Bezeichnung clavis auf die Taste selbst übergehen. In notierter Musik wurden Tonbuchstaben vor die Liniensysteme geschrieben, wodurch die Bezeichnung auch auf den Notenschlüssel überging. Im englischen Wort key hat sich die mehrfache Bedeutung Schlüssel/Tonstufe/Taste/Notenschlüssel bis heute erhalten. [1]

Für die Gesamtheit aller claves („Tasten“) wurde über französisch clavier [ klaˈvje] „Tastatur; Klaviatur“ das deutsche Wort Clavier gebräuchlich. Bis Ende des 18. Jahrhunderts fasste man alle Tasteninstrumente unabhängig von der Art der Klangerzeugung, also auch die Orgeln (Windclaviere), unter diesem Namen zusammen ( Sebastian Virdung, 1511; Jakob Adlung, 1758).

1619 nannte Michael Praetorius jedes über eine Tastatur zum Klingen gebrachte Saiteninstrument clavicordium – sowohl die Tangentenklaviere (vor allem die Clavichorde im engeren Sinn) als auch die Zupfklaviere ( Cembali, Virginale und Spinette). In seinem Lehrwerk Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen (1753) bezeichnete Carl Philipp Emanuel Bach Spieler aller besaiteten Tasteninstrumente einschließlich des noch recht jungen Hammerklaviers als „Clavieristen“. Das Cembalo hieß bei ihm „Flügel“, das Clavichord „Clavicord“ und das Pianoforte „Forte piano“. Im 19. Jahrhundert setzte sich das Wort „Klavier“ als Bezeichnung für Tasteninstrumente mit Hammermechanik allgemein durch.

1960 empfahl der Musikhistoriker Friedrich Wilhelm Riedel die Rückübertragung des Begriffs „Clavier“ in dieser Schreibweise auf alle Tasteninstrumente, weil in Alter Musik die Wahl des Tasteninstruments häufig offen gelassen wurde. [2]

Der ebenfalls übliche Name „Piano“ ist die Kurzform von „Pianoforte“ (von italienisch piano [ ˈpi̯aːno] „leise“ und forte [ ˈfɔrte] „laut“). Er bezieht sich darauf, dass auf Hammerklavieren – anders als auf älteren Tasteninstrumenten – durch unterschiedlich starkes Anschlagen der Tasten große Unterschiede der Lautstärke (siehe Dynamik (Musik)) erreichbar sind.

Oft wird mit dem Begriff Klavier einengend nur das Pianino (ital. „kleines Piano“, vertikale Besaitung) bezeichnet, im Gegensatz zum Flügel (horizontale Besaitung). Seit der Erfindung von Tasteninstrumenten mit elektrischer, elektronischer oder digitaler Klangerzeugung ( Digitalpianos) wird er zudem meist für Instrumente akustisch-mechanischer Bauweise reserviert, während das Wort Piano auch die Digitalpianos, die Klang und Anschlaggefühl des akustisch-mechanischen Instrumentes wirklichkeitsnah zu simulieren versuchen, umfasst.

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