Köln

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Köln O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Höhe: 53 m ü.  NHN
Fläche: 405,02 km2
Einwohner: 1.060.582 (31. Dez. 2015) [1]
Bevölkerungsdichte: 2619 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 50667–51149 (+51467 Waldsiedlung Heidgen, Dünnwald) Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 0221,
02203 ( Porz ohne Poll),
02232 ( Meschenich),
02233 ( Hochkirchen, Rondorf),
02234 ( Lövenich, Weiden, Marsdorf),
02236 ( Godorf, Hahnwald, Immendorf, Gewerbegebiet Rodenkirchen, Sürth, Weiß) Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: K
Gemeindeschlüssel: 05 3 15 000
Stadtgliederung: 9 Stadtbezirke, 86 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 2
50667 Köln
Webpräsenz: www.stadt-koeln.de
Oberbürgermeisterin: Henriette Reker [2] ( parteilos)
Lage der Stadt Köln in Nordrhein-Westfalen und im Regierungsbezirk Köln
Niederlande Belgien Niedersachsen Rheinland-Pfalz Hessen Essen Wuppertal Solingen Remscheid Hagen Ennepe-Ruhr-Kreis Bochum Dortmund Herne Gelsenkirchen Bottrop Oberhausen Mülheim an der Ruhr Duisburg Kreis Mettmann Düsseldorf Rhein-Kreis Neuss Kreis Heinsberg Mönchengladbach Krefeld Kreis Viersen Kreis Wesel Kreis Kleve Rhein-Erft-Kreis Kreis Düren Rheinisch-Bergischer Kreis Oberbergischer Kreis Kreis Recklinghausen Kreis Borken Kreis Unna Märkischer Kreis Kreis Olpe Hamm Kreis Soest Kreis Coesfeld Kreis Steinfurt Kreis Warendorf Leverkusen Köln Städteregion Aachen Bonn Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Kreis Euskirchen Münster Kreis Siegen-Wittgenstein Hochsauerlandkreis Kreis Paderborn Kreis Gütersloh Kreis Höxter Kreis Lippe Kreis Herford Kreis Minden-Lübbecke BielefeldKarte
Über dieses Bild
Blick über das Zentrum Kölns. Von links nach rechts: Kölner Altstadt, Philharmonie, Museum Ludwig, Kölner Dom, Hohenzollernbrücke, Hauptbahnhof, Musical Dome. Im Hintergrund der Fernmeldeturm Colonius und der Kölnturm im Mediapark (August 2017)
Kölner Rheinufer bei Nacht

Köln ( kölsch Kölle) ist mit mehr als einer Million Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes Nordrhein-Westfalen sowie nach Berlin, Hamburg und München die viertgrößte Stadt Deutschlands. Die kreisfreie Stadt gehört zum Regierungsbezirk Köln und ist das Zentrum des Ballungsraumes Köln/Bonn mit gut 3,5 Millionen Einwohnern. Sie ist zugleich das rheinische Bevölkerungszentrum der Metropolregion Rhein-Ruhr mit etwa zehn Millionen Einwohnern. Die heutige Metropole am Rhein wurde in römischer Zeit unter dem Namen Oppidum Ubiorum gegründet und im Jahr 50 n. Chr. als Colonia Claudia Ara Agrippinensium (kurz Colonia oder CCAA) zur Stadt erhoben.

Köln besitzt als Wirtschafts- und Kulturmetropole internationale Bedeutung. Die Karnevalshochburg ist außerdem Sitz vieler Verbände und Medienunternehmen mit zahlreichen Fernsehsendern, Musikproduzenten und Verlagshäusern. Sie gilt als einer der führenden Standorte des weltweiten Kunsthandels. Darüber hinaus zählt die Stadt vor allem aufgrund des bedeutenden Kölner Doms und ihrer romanischen Kirchen sowie weiterer mittelalterlicher Baudenkmäler, einer über 2000-jährigen Stadtgeschichte, bedeutsamer Veranstaltungen sowie ihrem kulturellen und kulinarischen Erbe zu den wichtigsten Reisezielen innerhalb Europas. Dank der Universität zu Köln (ca. 50.000 Studenten), der Technischen Hochschule Köln (ca. 25.000 Studenten) und zahlreicher weiterer Hochschulen stellt sie des Weiteren den größten Bildungs- und Forschungsstandort im Westen Deutschlands dar. Köln ist ebenfalls bedeutender Kongress- und Messestandort, die Fotomesse photokina, die Süßwarenmesse und die Videospielmesse Gamescom gelten als Weltleitmessen, die Art Cologne als älteste Kunstmesse der Welt. [3]

Die günstige Lage am Rhein mit der Querung bedeutender West-Ost-Handelsstraßen und dem Sitz weltlicher sowie insbesondere kirchlicher Macht trug im Heiligen Römischen Reich zur überregionalen Geltung Kölns bei. Als Hansestadt wurde sie durch Freihandel zu einem wichtigen Handelsstandort. Ihre Bedeutung als Verkehrsknotenpunkt zeigen heute der umfangreiche Schienenpersonenfernverkehr sowie der Bahnhof Eifeltor, der zu den größten Containerumschlagbahnhöfen gehört. Ergänzt wird die Infrastruktur durch vier Binnenhäfen und den internationalen Flughafen Köln/Bonn.

Geographie

Geographische Lage und Klima

Das Stadtgebiet erstreckt sich über 405,17  km² [4] ( linksrheinisch 230,25 km², rechtsrheinisch 174,87 km²). Ein größeres Stadtgebiet haben in Deutschland die Stadtstaaten Berlin und Hamburg sowie vier Klein- und Mittelstädte in Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Der topographische Referenzpunkt der Stadt, die Spitze des nördlichen Domturms, liegt auf 50° 56′ 33″ nördlicher Breite und 6° 57′ 32″ östlicher Länge. Der höchste Punkt liegt 118,04 Meter ( Monte Troodelöh im Königsforst); der niedrigste 37,5 Meter über dem Meeresspiegel (im Worringer Bruch). [5] [6]

Die Stadt liegt in der Kölner Bucht, einer trichterförmigen, durch den Rhein geprägten Flusstallandschaft zwischen den stufenartig ansteigenden Hängen des Bergischen Landes und der Eifel unmittelbar nach Austritt des Rheins aus dem Rheinischen Schiefergebirge. [7] Diese geschützte, günstige Lage bewirkt für Köln ein mildes Klima, das sich durch mehrere Besonderheiten auszeichnet: [8]

  • Durch die Barriere der Eifel liegt die Stadt, insbesondere deren linksrheinischer Teil, im Schutz und Regenschatten von Westwinden, die außerdem einen Föhneffekt bewirken können.
  • Durch den geringen Luftaustausch mit dem Umland wird eine Erwärmung der Stadt begünstigt.
  • Aufgrund der Verdunstung des Rheinwassers bei geringem Luftaustausch hat Köln regelmäßig eine hohe Luftfeuchtigkeit, die insbesondere im Sommer für belastendes, schwüles Wetter sorgt und für zahlreiche Gewitter verantwortlich ist.
Köln
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
60
 
5
-1
 
 
47
 
7
-1
 
 
63
 
11
2
 
 
51
 
14
4
 
 
72
 
19
8
 
 
88
 
21
11
 
 
86
 
24
13
 
 
65
 
24
12
 
 
69
 
20
10
 
 
62
 
15
6
 
 
63
 
9
3
 
 
71
 
6
1
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: DWD, Daten: 1971–2000 [9], Wetteronline [10]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Köln
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 5,2 6,6 10,5 14,2 19,0 21,3 23,7 23,7 19,6 14,6 9,0 6,2 Ø 14,5
Min. Temperatur (°C) −0,7 −0,9 1,7 3,6 7,7 10,7 12,8 12,3 9,6 6,2 2,5 0,6 Ø 5,5
Niederschlag (mm) 60,4 46,6 62,5 50,5 72,4 87,6 86,0 65,3 69,3 61,7 63,2 70,7 Σ 796,2
Sonnenstunden (h/d) 1,8 2,4 4,1 5,6 6,2 6,8 6,6 6,1 4,9 3,4 1,9 1,5 Ø 4,3
Regentage (d) 11,9 9,3 12,5 10,2 10,4 11,6 11,2 9,4 10,7 10,5 11,9 12,9 Σ 132,5
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
5,2
−0,7
6,6
−0,9
10,5
1,7
14,2
3,6
19,0
7,7
21,3
10,7
23,7
12,8
23,7
12,3
19,6
9,6
14,6
6,2
9,0
2,5
6,2
0,6
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
60,4
46,6
62,5
50,5
72,4
87,6
86,0
65,3
69,3
61,7
63,2
70,7
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: DWD, Daten: 1971–2000 [9], Wetteronline [10]

Köln liegt im Großraum der Übergangszone vom gemäßigten Seeklima zum Kontinentalklima mit milden Wintern (Januarmittel: 2,4 °C) und mäßig warmen Sommern (Julimittel: 18,3 °C). Die mittleren Jahresniederschläge betragen 798 Millimeter, liegen damit im Deutschlandmittel und wesentlich höher als im westlich angrenzenden Rhein-Erft-Kreis ( Erftstadt- Bliesheim: 631 mm) oder der Jülich-Zülpicher Börde ( Zülpich: 582 mm), was bei Pendlern den Eindruck eines „Regenlochs“ erweckt. [11] Laut Eurostat [12] war Köln mit 263 Regentagen (Bezugsjahr 2004) die europäische Stadt mit den zweitmeisten Regentagen, 2001 dagegen lag Köln mit 206 im Mittelfeld von 40 deutschen Städten (Durchschnitt: 194 Regentage). [13] [14]

Köln-Panorama von der Deutzer Brücke nach Norden gesehen, Januar 2005

Geologie

Köln liegt am Südrand der Niederrheinischen Bucht zum größten Teil im Bereich der Niederterrassen, die vom Rhein aus terrassenartig leicht ansteigen. Der geologische Unterbau wird im Stadtgebiet aus bis zu 35 Meter mächtigen Ablagerungen des Eiszeitalters ( Quartär) gebildet. Sie bestehen aus Kiesen und Sanden des Rhein-Maas-Systems. [15] Ausläufer des Rheinischen Braunkohlereviers reichen bis Kalk: Um 1860 wurde dort das Braunkohlenbergwerk Gewerkschaft Neu-Deutz gegründet. Auf dem Gelände befindet sich heute die Brauerei der Gebrüder Sünner, die das in den Stollen eindringende Grundwasser verwenden konnte. [16] Im tieferen Untergrund folgen Schichten des Tertiär und des Devon. [17]

Die Bodenbeschaffenheit ist geprägt durch die fruchtbaren Böden der Schwemmland- Ebene am Rhein. [18] [19] In den westlichen Stadtteilen werden sie von Löss überdeckt, der zu ertragreichen, ackerbaulich genutzten Lehmböden ( Parabraunerden) verwittert ist. Sie sind oft mit fruchtbaren Kolluvien vergesellschaftet, die in Senken aus abgeschwemmtem Bodenmaterial entstanden. In der östlich anschließenden Rheinebene, die durch verlandete Altarme gegliedert wird, lagerte der Rhein zum Ende der letzten Eiszeit sandige bis lehmige Sedimente ab. Daraus bildeten sich ertragreiche Parabraunerden und Braunerden, die ebenfalls ackerbaulich genutzt werden. In der Rheinaue entstanden durch periodische Überflutungen aus angeschwemmtem Bodenmaterial fruchtbare Braune Auenböden. Der äußerste Osten des Stadtgebietes zählt bereits zum Sockel des rheinischen Schiefergebirges. Hier sind geologisch ältere Terrassensande und Flugsande verbreitet, aus denen meist ärmere Braunerden, saure Podsol-Braunerden und bei dichtem Untergrund staunasse Pseudogleye hervorgingen. Diese eher minderwertigen Böden werden als Heiden beziehungsweise waldwirtschaftlich genutzt. An Bachläufen und in Rinnen bildeten sich dort ebenso wie in der Rheinaue Grundwasser beeinflusste Gleye. Die Verschiedenheiten in Mikroklima und Bodenbeschaffenheit sind durch die große Fläche der Stadt erklärbar.

Durch tektonische Bewegungen des Rhein graben-Bruchs [20] entstanden um Köln ausgeprägte Geländekanten, wie etwa die Ville bei Frechen. Unmittelbar westlich davon schließt sich Deutschlands aktivste Erdbebenzone an, deren Epizentrum im Kreis Düren liegt. [21] Zur Erdbebenvorsorge wurde 2006 von der Abteilung Erdbebengeologie der Universität zu Köln ein Messnetz mit 19 „Strong-motion“-Stationen zwischen Aachen, Bensberg, Meckenheim und Viersen installiert. [22] Mehrmals im Monat ereignen sich in der Kölner Bucht Mikroerdbeben, die nicht wahrnehmbar sind, zum Beispiel am 3. März 2010 um 16:45 Uhr (Stärke 1,6 nach der Richterskala) in zehn Kilometer Tiefe bei Mützenich in der Eifel. [23]

Köln und der Rhein

Hochwasser, April 1983; Pegel: 9,65 m über Pegel 0 [24]
Der Rhein fließt entlang der Kölner Altstadt, März 2017

Der Rhein, nach dem Austritt aus dem südlich von Köln gelegenen Schiefergebirge als Niederrhein bezeichnet, tritt bei Godorf in die Stadt ein und verlässt sie bei Worringen. Das Gefälle des Rheins beträgt etwa 0,2  Promille. Sein aktueller Pegel lässt sich an der Pegeluhr des Pegels Köln ablesen. Der Normalpegel beträgt 3,48 Meter, was für eine Wassertiefe in der Fahrrinne von ca. 4,48 steht. [25]

Mehrfach war Köln von Hochwassern des Rheins betroffen. Das schlimmste aufgezeichnete Hochwasser ereignete sich im Februar 1784, als nach dem extrem langen und kalten Winter 1783/84 ein Temperatursprung einsetzte. Der Rhein war zu diesem Zeitpunkt fest zugefroren und die Schneeschmelze sowie das aufbrechende Eis sorgten für einen Rekordpegel von 13,55 Meter. Die Fluten, auf denen schwere Eisschollen trieben, verwüsteten weite Teile der Uferbebauung und alle Schiffe. Einzelne Gebäude, darunter Befestigungsbauten, stürzten aufgrund des Schollengangs ein; es gab 65 Tote. Die rechtsrheinisch gelegene bergische Kreisstadt Mülheim am Rhein, heute ein Kölner Stadtteil, wurde vollständig zerstört.

Im 20. Jahrhundert erreichten die drei Jahrhunderthochwasser von 1926, 1993 und 1995 Pegelstände von bis zu 10,69 Meter. Seit 2005 wird ein Hochwasserschutzkonzept umgesetzt, das durch feste oder mobile Wände die Stadt bis zu einem Pegelstand von 11,90 Metern schützt. Mehrfach führte der Rhein Niedrigwasser. Am 20. September 2003 um 8 Uhr erreichte der Rhein am Pegel Köln die Marke von 0,80 Meter. Damit wurde der niedrigste aufgezeichnete Wert aus dem Jahr 1947 unterschritten. Jedoch bedeutet der Pegel 0,00 Meter, dass die 150 Meter breite Fahrrinne in der Mitte des Flusses noch einen Meter Wassertiefe hat. Die Binnenschifffahrt musste starke Einschränkungen hinnehmen und wurde nicht, wie auf der Elbe, ganz eingestellt.

Welche Wassermengen sich je nach Pegelstand durch die Stadt bewegen, macht folgende Aufstellung deutlich: 0,80 m (niedrigster Wasserstand): 630  / s; 3,48 m (Normalwasserstand): 2000 m³/s; 6,20 m (Hochwassermarke I): 4.700 m³/s; 8,30 m (Hochwassermarke II): 7200 m³/s; 10,0 m (Hochwasserschutz in Altstadt, Rodenkirchen und Zündorf): 9700 m³/s; 10,69 m (Hochwasser im Januar 1995): 11.500 m³/s.

Panorama Altstadtufer. In der Mitte Groß St. Martin, rechts Kölner Philharmonie und Museum Ludwig, ganz außen Hohenzollernbrücke mit Einfahrt in den Kölner Hauptbahnhof, Juli 2006

Nachbargemeinden

Köln ist Zentrum eines Ballungsraums, der etwa zwei Millionen Einwohner umfasst. In einem geschlossenen Siedlungsraum grenzen folgende Städte im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten, unmittelbar an das Stadtgebiet an: Leverkusen ( kreisfreie Stadt), Bergisch Gladbach und Rösrath ( Rheinisch-Bergischer Kreis), Troisdorf und Niederkassel ( Rhein-Sieg-Kreis), Wesseling, Brühl, Hürth, Frechen und Pulheim (alle Rhein-Erft-Kreis), Dormagen ( Rhein-Kreis Neuss) und Monheim ( Kreis Mettmann).

Die Stadt Wesseling war zum 1. Januar 1975 nach Köln eingemeindet worden, erhielt nach einem Gerichtsentscheid am 1. Juli 1976 ihre Selbständigkeit zurück.

Stadtgliederung

Stadtbezirke und -teile Kölns

Die Stadt Köln gliedert sich in 86 Stadtteile, die zu 9 Stadtbezirken zusammengefasst sind. Die Stadt Köln nummeriert die Stadtbezirke von 1–9 und die Stadtteile von 101–105, 201–213, 301–309, 401–406, 501–507, 601–612, 701–716, 801–809 und von 901–909, wobei die Hunderterstelle der Nummer des Stadtbezirks entspricht. Die Stadtteilnummer hat jedoch nichts mit der Postleitzahl zu tun.

Innerhalb der Stadtteile unterscheiden die Kölner in der Regel noch zwischen verschiedenen „ Veedeln“ ( Kölsch für Stadtviertel), deren Bewohner häufig an dörfliche Gemeinschaften erinnernde soziale Bindungen und Kontakte pflegen. Die Grenzen und Benennungen der Veedel schwanken jedoch je nach Sichtweise der Einwohner teils erheblich. Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik hat für statistische Auswertungen 371 Stadtviertel – genau genommen Teile von Stadtteilen inklusive der Stadtteile selbst – definiert, die sowohl Wohnplätze mit wenigen Einwohnern und Siedlungen als auch Gewerbegebiete umfassen.

Stadtgliederung Kölns
Nr. Stadtbezirk Wappen Einwohner
31. Dez. 2015
Fläche
in km²
Einwohner
pro km²
Stadtteile
1 Innenstadt 128.032 16.37 7.821 Altstadt-Süd, Neustadt-Süd, Altstadt-Nord, Neustadt-Nord, Deutz
2 Rodenkirchen
Wappen von Rodenkirchen
105.346 54.56 1.931 Bayenthal, Marienburg, Raderberg, Raderthal, Zollstock, Rondorf, Hahnwald, Rodenkirchen, Weiß, Sürth, Godorf, Immendorf, Meschenich
3 Lindenthal 149.346 41.58 3.592 Klettenberg, Sülz, Lindenthal, Braunsfeld, Müngersdorf, Junkersdorf, Weiden, Lövenich, Widdersdorf
4 Ehrenfeld
Wappen von Ehrenfeld
107.373 23.98 4.478 Ehrenfeld, Neuehrenfeld, Bickendorf, Vogelsang, Bocklemünd/Mengenich, Ossendorf
5 Nippes 115.540 31.80 3.633 Nippes, Mauenheim, Riehl, Niehl, Weidenpesch, Longerich, Bilderstöckchen
6 Chorweiler 82.653 67.17 1.231 Merkenich, Fühlingen, Seeberg, Heimersdorf, Lindweiler, Pesch, Esch/Auweiler, Volkhoven/Weiler, Chorweiler, Blumenberg, Roggendorf/Thenhoven, Worringen
7 Porz
Wappen von Porz
112.819 78.78 1.432 Poll, Westhoven, Ensen, Gremberghoven, Eil, Porz, Urbach, Elsdorf, Grengel, Wahnheide, Wahn, Lind, Libur, Zündorf, Langel, Finkenberg
8 Kalk
Wappen von Kalk
119.055 38.17 3.119 Humboldt/Gremberg, Kalk, Vingst, Höhenberg, Ostheim, Merheim, Brück, Rath/Heumar, Neubrück
9 Mülheim
Wappen von Mülheim
148.682 52.20 2.848 Mülheim, Buchforst, Buchheim, Holweide, Dellbrück, Höhenhaus, Dünnwald, Stammheim, Flittard
Summe Stadt Köln
Wappen von Köln
1.060.582 405.02 2.619

63 Prozent aller Einwohner der Stadt Köln wohnen linksrheinisch (Stand 2016). [26] Da das historische Stadtzentrum linksrheinisch liegt, wird die rechte Rheinseite mundartlich herablassend als „ Schäl Sick“ bezeichnet.

Flora und Fauna

Worringer Bruch im Spätsommer

Köln verfügt über ausgedehnte Grünflächen, die im städtischen Bereich als Parks gestaltet, in den Außenbezirken zumeist bewirtschaftete Forste sind. Daneben gibt es 22 Naturschutzgebiete, beispielsweise der Worringer Bruch im äußersten linksrheinischen Norden Kölns, ein ehemaliger, heute verlandeter Seitenarm des Rheins. Er bietet eine Heimat für seltene Tier- und Pflanzenarten und eine charakteristische Auen- und Waldlandschaft. Rechtsrheinisch finden sich hauptsächlich offene Wald- und Heidelandschaften wie beispielsweise die Wahner Heide, das Naturschutzgebiet Königsforst und der Dünnwalder Wald. Insgesamt hat Köln 6724 Hektar Wald. Das entspricht 16,6 % des Stadtgebietes. [27]

Die Fauna weist eine sehr hohe Zahl an Kulturfolgern auf. Neben Tauben, Mäusen und Ratten, die allgegenwärtig sind und oft als Plage wahrgenommen werden, sind Rotfüchse in bedeutender Zahl in das Stadtgebiet eingewandert. Sie sind mittlerweile in der Innenstadt zu finden, in der sie Kleingärten und Parks als Revier nutzen. Der durch Köln fließende Rhein ist infolge der Verbesserung der Wasserqualität wieder Heimat vieler ehemals vorhandener und neu eingewanderter Arten geworden.

In den Kölner Grünanlagen haben sich, begünstigt durch das milde Klima, diverse nicht einheimische Tiere angesiedelt. Größere Populationen von Halsbandsittichen und dem Großen Alexandersittich leben unter anderem auf dem Melaten-Friedhof und dem Gelände der Riehler Heimstätten. Ursprünglich aus asiatischen Bergregionen ( Indien, Afghanistan) für die Zoo- und Wohnungshaltung nach Deutschland eingeführt, haben sich diese Papageien/Sittiche als Neozoen etabliert. Die Angaben über die Größe der Populationen reichen von einigen 100 Exemplaren bis zu über 1000 Stück.

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