Hochdeutsche Dialekte

Die hochdeutschen Dialekte befinden sich südlich der Benrather Linie (vereinzelt wird auch die Uerdinger Linie zur Trennung genommen) und zerfallen wiederum in mittel- und oberdeutsche Subdialekte. Sie umfassen regionale Sprachvarietäten der höher gelegenen Gebiete des deutschen Sprachraumes und weisen als gemeinsames Charakteristikum die vollständig oder teilweise durchgeführte zweite oder (alt)hochdeutsche Lautverschiebung auf. Die Zugehörigkeit des (untergegangenen) Langobardischen zu den hochdeutschen Dialekten gilt heute allgemein als umstritten, da sein Lautstand eher den mittelfränkischen Dialekten ähnelte. Auch sei die Langobardische Lautverschiebung laut Otto Höfler vielmehr parallel zur hochdeutschen verlaufen.[1]

Die allgemein gebräuchliche Kurzbezeichnung Hochdeutsch kann leicht missverstanden werden, da sie von den meisten Sprechern gleichbedeutend mit Standarddeutsch bzw. Schriftdeutsch gebraucht wird. In diesem Artikel geht es beim Hochdeutschen im Sinne einer regionalen Sprachvarietät in den höher gelegenen Gebieten des deutschen Sprachraums, das sich in einem engen Dialektkontinuum mit den nördlich von ihm befindlichen niederdeutschen und den niederländischen Dialekten befindet.

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