Helvetier

Karte Galliens zur Zeit Caesars (58 v. Chr.), mit der Lage Helvetiens im Osten von Gallia Celtica

Die Helvetier waren ein keltischer Volksstamm, der im 1. Jahrhundert v. Chr. im heutigen schweizerischen Mittelland sowie in Südwestdeutschland siedelte. Die Helvetier sind vor allem wegen ihrer Rolle in den Berichten von Julius Caesar über den Gallischen Krieg bekannt.

Nach Julius Caesar bestanden um 60 v. Chr. vier helvetische Teilstämme (pagi), von denen er die Verbigener und die Tiguriner nennt. Auch Poseidonios nennt vier Teilstämme, darunter die Tougener und Toutonen. Es ist umstritten, ob letzterer Teilstamm mit den von Livius als Germanen bezeichneten Teutonen identisch ist.[1]

Nach dem Abzug der Römer im 5. Jahrhundert wurden die Helvetier ein wichtiger Bestandteil der Alemannen und nahmen deren Dialekte an. Eine Zwangsassimilation ist in Frage zu stellen, da die spät erfolgte politische und wirtschaftliche Schwäche der Kelten zu einem freiwilligen Übergang führte. Erst bei der Gründung der Helvetischen Republik 1798 wurde wieder ein Bezug des schweizerischen Gebiets zu den Helvetiern hergestellt. Mit der Gründung des Bundesstaates 1848 wurde als offizielle Bezeichnung der Schweiz nebst dem Namen in den vier Landessprachen zusätzlich die sprachenübergreifende lateinische Bezeichnung Confoederatio Helvetica eingeführt.

In anderen Sprachen
Alemannisch: Helvetier
беларуская: Гельветы
български: Хелвети
brezhoneg: Helveted
català: Helvecis
čeština: Helvéciové
Cymraeg: Helvetii
English: Helvetii
Esperanto: Helvetoj
español: Helvecios
euskara: Helveziar
فارسی: هلوتی‌ها
français: Helvètes
galego: Helvecios
עברית: הלווטים
magyar: Helvétek
Bahasa Indonesia: Helvetii
italiano: Elvezi
ქართული: ჰელვეტები
한국어: 헬베티족
Latina: Helvetii
lietuvių: Helvetai
Nederlands: Helvetii
polski: Helweci
português: Helvécios
română: Helveți
русский: Гельветы
srpskohrvatski / српскохрватски: Helveti
Simple English: Helvetii
slovenščina: Helveti
svenska: Helvetier
Türkçe: Helvetler
українська: Гельвети