Geschlossene Spiele

Die Geschlossenen Spiele sind eine Gruppe von Eröffnungen im Schachspiel. Zu dieser Gruppe zählen sämtliche Eröffnungen die nicht mit 1. e2–e4 beginnen. Ihr Name leitet sich daraus ab, dass Linienöffnungen meistens seltener und später als bei offenen Spielen und halboffenen Spielen auftreten. In den ECO-Codes sind die geschlossenen Spiele unter den Schlüsseln A00 bis A99 und D00 bis E99 klassifiziert. Die mit Abstand am häufigsten gespielten Eröffnungen dieser Gruppe beginnen mit dem Zug 1. d2–d4.

Hintergrund

Die geschlossenen Spiele bilden unter den Schacheröffnungen die größte der drei Gruppen. Angefangen mit dem Zug 1. d2–d4 haben sich mit den Geschlossenen Spielen eine große Anzahl an Eröffnungen gebildet, die sich teilweise fernab der „ausgetretenen“ Pfade der Offenen Spiele bewegen. Populär geworden sind die Geschlossenen Spiele erst Ende des 19. Jahrhunderts. Die Entstehung dieser aus damaliger Sicht teilweise recht ungewöhnlichen Eröffnungen ist in erster Linie den damals sehr mutigen anziehenden Spielern zu verdanken.

Die feinere Unterscheidung zwischen „Geschlossenen Spielen“ (nur 1. d2–d4 d7–d5) und „Halbgeschlossenen Spielen“ (andere Antworten auf 1. d2–d4), die in der englischen Schachliteratur verbreitet ist, hat sich im Deutschen nicht durchgesetzt.

In anderen Sprachen
English: Closed Game
français: Début fermé
עברית: משחק סגור
Lëtzebuergesch: Zouent Spill (Schach)
lietuvių: Uždara partija
Nederlands: Gesloten spel
português: Abertura fechada
slovenčina: Zatvorená hra
svenska: Slutet spel
українська: Закриті дебюти