Geometrische Optik

Beispiel eines Strahlengangs im Kepler-Fernrohr, der den Ort des Zwischenbildes bei FOB, FOK zeigt.

Die geometrische Optik oder Strahlenoptik bedient sich des Strahlenmodells des Lichtes [1] und behandelt damit auf einfache, rein geometrische Weise den Weg des Lichtes auf Linien. [2]

Einem auf eine Linie begrenzten Lichtstrahl kommt keine physikalische Realität zu, [2] und man kann ihn folglich auch nicht experimentell realisieren. [1] Dennoch lässt sich mit Hilfe der Strahlenoptik die Funktion der optischen Abbildung, die die Hauptaufgabe der technischen Optik ist, [3] oft mit ausreichender Genauigkeit beschreiben. [4]

Beschränkt man die geometrische Optik auf Strahlen, die die optische Achse sehr flach schneiden, liegt die sogenannte paraxiale Optik vor. Dafür lassen sich geschlossene mathematische Ausdrücke für Abbildungs gleichungen finden. Man wendet diese Methode aber hauptsächlich nur dann an, wenn man sich einen schnellen grundsätzlichen Überblick verschaffen will, bevor man umfangreiche Ermittlungen genauer durchführt. [5]

Die geometrische Optik lässt sich mathematisch als Grenzfall der Wellenoptik für verschwindend kleine Wellenlänge des Lichts auffassen. Sie versagt aber auch in diesem Fall, wenn die Verhältnisse für Strahlen mit hoher Energiedichte oder nahe an der Grenze zum Schatten (kein Licht) untersucht werden sollen. [1]

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