Erhaltungszustand (Naturschutz)

Der Erhaltungszustand im Natur- und Artenschutz ist eine Bewertung der Einflüsse, die sich auf die Verbreitung und die Größe der Populationen von geschützten Arten, beziehungsweise die Verbreitung und Artenausstattung von geschützten Biotoptypen (in diesem Zusammenhang Lebensraumtypen genannt), auswirken. Der Ausdruck ist vor allem im Zusammenhang mit der sogenannten FFH-Richtlinie der EU gebräuchlich. Auch in der Vogelschutzrichtlinie der EU wird aber davon gesprochen, „die Bestände der relevanten Vogelarten zu erhalten bzw. zu verbessern“ (Artikel 2).

Im Gegensatz zur FFH-Richtlinie wird in Roten Listen gefährdeter Arten oder Lebensräume nicht der Erhaltungszustand, sondern der Gefährdungsgrad bewertet und angegeben.[1] Erhaltungszustand und Gefährdungsgrad sind in etwa umgekehrt proportional: günstiger Erhaltungszustand entspricht geringem Gefährdungsgrad, sind aber im Detail etwas anders definiert. Bedeutsam ist im Artenschutz insbesondere die Definition des „günstigen“ Erhaltungszustands gemäß FFH-Richtlinie, weil dieser unmittelbare rechtliche Wirkung besitzt, während der Gefährdungsgrad gemäß Roter Liste lediglich ein rechtlich nicht bindendes Expertenurteil darstellt.

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