Ehebruch

Anprangerung eines des Ehebruchs für schuldig befundenen Paares im alten Japan

Ehebruch wurde bis zum 21. Jahrhundert in Europa als „der zumindest bedingt vorsätzliche Vollzug des Beischlafs eines Ehegatten mit einer dritten Person anderen Geschlechts“[1] definiert.

In zahlreichen Ländern stellt Ehebruch keine Straftat dar; in Deutschland wurde 1969 auch das Moment der schuldhaften Eheverfehlung aus dem Familienrecht gestrichen.

Vor allem in Gesellschaften mit patrilinearen Gesellschaftsordnungen wird Ehebruch der Frau streng bestraft. In matrilinearen Gesellschaften hingegen, in denen der biologischen Vaterschaft keine große Bedeutung beigemessen wird, gilt der Ehebruch meist als minder schweres Delikt.In derselben Gesellschaft können unterschiedliche, teilweise sogar sich gegenseitig ausschließende Konzepte des Ehebruchs vorkommen.[2] Trotz mitunter sehr schwerer Strafen kommt Ehebruch in allen von Anthropologen untersuchten Gesellschaften vor.[3] Gegen Ehebruch zu sein, lässt nicht auf ein Bekenntnis zur Monogamie und gegen Polygamie schließen.[4]

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