Edmond Halley

Edmund Halley um etwa 1687 auf einem Gemälde von Thomas Murray (1663–1735)

Edmond Halley (* 29. Oktober jul./ 8. November  1656 greg. in Haggerston bei London; † 14. Januar 1741 jul./ 25. Januar  1742 greg. in Greenwich) [1] war ein englischer Astronom, Mathematiker, Kartograph, Geophysiker und Meteorologe.

Leben

Halley studierte in Oxford Mathematik und Astronomie und konnte bereits mit 21 Jahren eine Methode veröffentlichen, die Aphelien und Exzentrizitäten der Planeten zu bestimmen. Er reiste 1677 nach St. Helena. Er konnte als erster Astronom am 7. November 1677 einen Merkurtransit von Anfang bis Ende beobachten. Er schlug daraufhin vor, Merkur- und Venustransits zur Bestimmung der astronomischen Einheit zu vermessen, um die Größe des Sonnensystems zu bestimmen. Diesen Vorschlag hatte zuvor schon James Gregory in seinem Buch Optica promota gemacht, das Halley höchstwahrscheinlich bekannt war. Des Weiteren vermaß er dort die Positionen von 341 Sternen des südlichen Himmels. 1686 publizierte er die Beobachtungen der Passat- und Monsun-Winde, die er auf dieser Reise gesammelt hatte. Von der Royal Society beauftragt, deren Sekretär er später wurde, reiste Halley nach Danzig, um den wissenschaftlichen Streit zwischen Robert Hooke und Johannes Hevelius zu schlichten.

In den Jahren 1680 bis 1681 bereiste Halley Frankreich und Italien und initiierte die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Sternwarten von Greenwich und Paris. Zwischen Calais und Paris beobachtete Halley erstmals den später nach ihm benannten Kometen. Ab 1677 wies er durch seine Berechnungen immer auf die Wichtigkeit der Venusdurchgänge für die Bestimmung der Sonnenparallaxe hin.

1684 diskutierte er in einem Londoner Kaffeehaus mit Christopher Wren und Robert Hooke Beweise für Keplersche Gesetze. Da man keine Lösung fand, beschloss man, sich an Isaac Newton zu wenden. Im August 1684 suchte Halley Newton in Cambridge auf, der die Lösung des Problems in der Schublade liegen hatte. Halley konnte ihn überzeugen, das Werk zu vollenden. Er streckte auch die Druckkosten für die Principia vor. Dies brachte ihn in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten, zumal die Royal Society nicht nur nichts beitrug, sondern auch sein Gehalt als ihr Schriftführer nicht in bar, sondern in Form von Büchern (De Historia Piscium) auszahlte.

Zwischen 1698 und 1700 bereiste Halley als Kommandant des Kriegsschiffs HMS Paramore den Süd- und Nordatlantik, um die Richtung der Magnetnadel an verschiedenen Punkten der Erdoberfläche zu bestimmen. Als Ergebnis dieser Reisen konnte er 1701 die erste größere Karte der magnetischen Deklination veröffentlichen. In weiteren Reisen vermaß er den Ärmelkanal und besuchte die Adriahäfen.

Halleys Grab in London

1703 berief die Universität Oxford Halley auf den Savilischen Lehrstuhl für Geometrie. Dort bearbeitete er die Theorie des Mondes, um sie bis zur Anwendung auf Längenbestimmungen zur See zu vervollkommnen. 1705 konnte er nach dieser neuen Methode die Bahnelemente der Kometen (der Jahre 1531, 1607 und 1682) berechnen. Durch diese Berechnungen kam der Verdacht auf, dass dies Erscheinungen immer desselben Kometen seien, der gegen Anfang 1759 zurückkehren werde. Da sich die Voraussage bestätigte, wurde dieser Komet seitdem als Halleyscher Komet bezeichnet.

Als 1719 der königliche Astronom ( Astronomer Royal) John Flamsteed starb, wurde noch im selben Jahr Halley zu dessen Nachfolger in Greenwich ernannt. Mit Wirkung seines Amtsantritts in Greenwich gab Halley seine Stelle als Sekretär der Akademie der Wissenschaften auf. Als Astronom in Greenwich überarbeitete er das Sternenverzeichnis von Ptolemäus und veröffentlichte es in Geographiae veteris scriptores graeci minores.

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