Ecuadorianische Fußballnationalmannschaft

Ecuador
Logo Federación Ecuatoriana de Fútbol
Spitzname(n) La Tri (La Tricolor; Die Dreifarbige)
Verband Federación Ecuatoriana de Fútbol
Konföderation CONMEBOL
Technischer Sponsor Marathon Sports
Trainer Argentinien Argentinien Jorge Celico
Kapitän Walter Ayoví
Rekordtorschütze Agustín Delgado (31)
Rekordspieler Iván Hurtado (168)
Heimstadion Estadio Olímpico Atahualpa
FIFA-Code ECU
FIFA-Rang 71. (508 Punkte)
(Stand: 23. November 2017) [1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Statistik
Erstes Länderspiel
Ecuador Ecuador Ecuador 1:1 Bolivien Bolivien Bolivien
( Bogotá, Kolumbien; 8. August 1938)
Höchster Sieg
Ecuador Ecuador Ecuador 6:0 Peru Peru Peru
( Quito, Ecuador; 22. Juni 1975)
Höchste Niederlage
Argentinien Argentinien Argentinien 12:0 Ecuador Ecuador Ecuador
( Montevideo, Uruguay; 22. Januar 1942)
Erfolge bei Turnieren
Weltmeisterschaft
Endrundenteilnahmen 3 (Erste: 2002)
Beste Ergebnisse Achtelfinale 2006
Südamerikameisterschaft
Endrundenteilnahmen 25 (Erste: 1939)
Beste Ergebnisse 4.Platz 1959, 1993
Nord- und Zentralamerikameisterschaft
Endrundenteilnahmen 1
Beste Ergebnisse Vorrunde 2002
(Stand: 22. September 2015)

Die ecuadorianische Fußballnationalmannschaft ist die Auswahlmannschaft der Federación Ecuatoriana de Fútbol. Der erste ecuadorianische Fußballbund wurde am 30. Mai 1925 als Teil der Federación Deportiva Nacional del Ecuador gegründet und trat 1926 der FIFA und 1927 der CONMEBOL bei. Ihr erstes Länderspiel bestritt die Nationalmannschaft am 8. August 1938 in Bogotá gegen Bolivien im Rahmen der ersten Bolivarianischen Spiele 1938. Es endete 1:1.

Die Spieler tragen traditionell gelbe Trikots, blaue Hosen und rote Stutzen. Die Mannschaft belegte im April 2013 in der offiziellen FIFA-Weltrangliste mit dem 10. Rang ihre bisher beste Platzierung.

Die jüngere Vergangenheit

Der Aufstieg der ecuadorianischen Nationalmannschaft zu einer der erfolgreichsten Südamerikas ist auf einen Prozess zurückzuführen, der Ende der 1980er Jahre mit der Verpflichtung des Montenegriners Dušan Drasković als Nationaltrainer begann, als moderne Strukturen in das Umfeld der Nationalmannschaft einzogen. 1994 gelang es Ecuador unter Drasković erstmals, eine der beiden großen Mannschaften Südamerikas zu besiegen, als die Tricolor am 25. Mai Argentinien mit 1:0 bezwang. Zur Qualifikationsrunde für die Weltmeisterschaft 1998 folgte der Kolumbianer Francisco Maturana Drasković nach. Die Tricolor machte unter Maturana weitere große Fortschritte in den Bereichen Taktik und mannschaftliche Geschlossenheit, wenn sie sich auch nicht für die Weltmeisterschaft in Frankreich qualifizieren konnte. 1996 erreichte die Mannschaft aber den ersten Sieg gegen Argentinien in einem offiziellen Turnier, mit einem 2:0 im WM-Qualifikationsheimspiel in Quito.

Auf Maturana folgte zunächst kurz (für die Copa América 1997) sein Co-Trainer Suárez, dann die Ecuadorianer Polo Carrera (1998) und Carlos Sevilla (1998–1999), die jedoch als Trainer nicht überzeugen konnten. Nachdem Ecuador bei der Copa América 1999 den letzten Platz belegt hatte, trat Sevilla zurück und mit Hernán Darío „El Bolillo“ Gómez wurde erneut ein Kolumbianer verpflichtet, der Maturanas Co-Trainer bei der kolumbianischen Nationalmannschaft gewesen war. Unter Gómez gelang es Ecuador erstmals, sich für eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren, die WM 2002 in Japan und Südkorea. Gómez erreichte unter anderem, die zuvor oft gegeneinander arbeitenden Interessen der großen Vereine aus Quito und Guayaquil nun verstärkt für die Nationalmannschaft zusammenzuführen, und eine große Begeisterung im Land zu entfachen. Dazu trug ein Sieg über Brasilien (1:0 am 28. März 2000 in Quito durch ein Tor von Delgado), der erste in der ecuadorianischen Fußballgeschichte, bei.

Nach dem Rücktritt von Gómez nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der Copa América 2004 in Peru (3 Niederlagen in 3 Spielen) wurde die Nationalmannschaft vom Kolumbianer Luis Fernando Suárez trainiert, der zuvor Trainer von SD Aucas in Quito war und bereits von 1994 bis 1997 mit der Nationalmannschaft gearbeitet hatte. Unter seiner Leitung erreichte Ecuador in der Qualifikation zur WM 2006 wieder unter anderem Siege gegen Brasilien und Argentinien und qualifizierte sich erneut für die WM. In Deutschland erreichte die Mannschaft dann erstmals das Achtelfinale, dank zweier herausragender Vorrundenspiele (2:0 gegen Polen und 3:0 gegen Costa Rica).

Suárez trat im November 2007 zurück, nachdem Ecuador bei der Copa América alle drei Vorrundenspiele verloren hatte und in die Qualifikation zur WM 2010 mit einer Heimniederlage gegen Venezuela und zwei hohen Niederlagen gegen Brasilien (0:5) und Paraguay (1:5) gestartet war. Interimistisch übernahm Sixto Vizuete das Traineramt, der im Frühjahr 2007 mit der U18-Nationalmannschaft Ecuadors den Fußballwettbewerb der Panamerikanischen Spiele gewonnen hatte. Am 26. Februar 2008 wurde er zum offiziellen Cheftrainer ernannt, nachdem unter anderem Verhandlungen mit Hernán Darío Gómez über seine Rückkehr nach Ecuador gescheitert waren. Ecuador verpasste durch den schlechten Start in die Qualifikationsrunde und zwei Niederlagen gegen Uruguay und Chile an den letzten beiden Spieltagen seine dritte WM-Qualifikation in Folge knapp und nahm daher nicht an der Weltmeisterschaft in Südafrika teil.

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