Diode-Transistor-Logik

In der Elektronik ist DTL die Abkürzung für die Logikfamilie Diode Transistor Logic.

Diese Technik digitaler elektronischer Schaltkreise wurde Anfang der 1960er Jahre als Nachfolger der Widerstands-Transistor-Logik (RTL) entwickelt.

Logikgatter und Logikfunktionen wurden durch die Verknüpfung von Dioden im Eingangsbereich und anschließender Verstärkung des Logiksignals durch Transistoren realisiert. Gegenüber der RTL ergibt dies eine höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit und niedrigere Leistungsaufnahme.

Aufbau und Funktion

NAND-Gatter in DTL-Technik vom Typ MC849

Die nebenstehende Schaltung zeigt den Aufbau eines NAND-Gatters in DTL-Technik. Wenn die Eingangsdioden V1 und V2 sperren (Eingänge auf High-Potenzial), so fließt der Strom über den Widerstand R2, der mit dem Widerstand R1 einen Spannungsteiler bildet. Die auf diese Weise erhöhte Spannung auf der Basis des Transistors V5 führt zum Durchschalten des Transistors. Dadurch geht der Ausgang in den Low-Pegel. In positiver Logik entspricht dies einem NAND-Gatter. Da der Transistor in Sättigung geht, erhält man aufgrund der notwendigen Räumung der Sperrschicht eine hohe Gatterlaufzeit. DTL-Schaltungen werden deshalb nicht mehr eingesetzt. Die Logikpegel dieser Schaltung lagen bei typischerweise etwa 0 bis 1 V für den LOW-Pegel und bei etwa 1,7 V bis 5 V für den HIGH-Pegel.