David Souter

David Souter

David Hackett Souter (* 17. September 1939 in Melrose, Middlesex County, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Jurist. Er war von 1990 bis 2009 Richter am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten (Supreme Court). Seine Nachfolgerin ist Sonia Sotomayor.

Werdegang

Souter kam in Melrose, Massachusetts als einziges Kind von Joseph A. Souter, einem Investmentbanker, und Helen Hackett Souter zur Welt. Er besuchte die Concord High School und studierte anschließend an der Harvard University Philosophie. Für seinen Bachelor of Arts schrieb er eine Arbeit über Oliver Wendell Holmes Jr., den berühmten Richter am Supreme Court. 1961 schloss er sein Studium in Harvard magna cum laude als Mitglied der Verbindung Phi Beta Kappa ab. Als Empfänger eines Rhodes-Stipendiums besuchte er das Magdalen College an der englischen Oxford University, wo er 1963 als Master der Rechtswissenschaft promoviert wurde. Schließlich besuchte er die Harvard Law School, die er 1966 abschloss.

Nach dem Studium arbeitete Souter von 1966 bis 1968 als Anwalt bei Orr and Reno in Concord, New Hampshire. 1968 begann er seine Karriere im öffentlichen Dienst als assistierender Staatsanwalt für Kriminalfälle des Staates New Hampshire. 1971 wurde er von Oberstaatsanwalt Warren Rudman zu seinem Stellvertreter bestimmt und folgte ihm 1976 im Amt als Attorney General von New Hampshire nach.

Schon 1978 wurde Souter als Richter ans Obergericht (Superior Court) von New Hampshire berufen, und fünf Jahre später, 1983, wurde er Richter am Obersten Gerichtshof des Bundesstaates, dem New Hampshire Supreme Court. US-Präsident George Bush ernannte ihn am 25. Mai 1990 als Richter am Bundesappellationsgerichtshof für den 1. Gerichtskreis. Nach dem Rücktritt von Richter William Joseph Brennan nominierte ihn Präsident Bush noch im selben Jahr als dessen Nachfolger am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten. Bei beiden Ernennungen war der Einfluss seines alten Freundes Warren Rudman, inzwischen US-Senator, ausschlaggebend. Der Senat bestätigte Souter mit 90:9 Stimmen im Amt. Von der Presse wurde er als „Tarn-Richter“ (stealth justice) bezeichnet, da seine bisherigen Entscheide keine großen Kontroversen auslösten.

1997 wurde Souter in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

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