DECO Cassette System

Logo des DECO Cassette Systems

Das DECO Cassette System war das erste standardisierte Arcade System Board für Arcade-Automaten. Es wurde 1980 von der US-amerikanischen Firma Data East entwickelt. DECO ist die Abkürzung für Data East Corporation.

Beschreibung

Die Arcade-Spiele waren digital, sowie verschlüsselt, auf kleinen Audiokassetten gespeichert, die etwas größer als Mikrokassetten waren. Der Aufsteller von Arcade-Automaten musste zusätzlich zur Kassette ein Sicherheits- Dongle anschließen. Das war damals revolutionär und eine frühe Form des Digital Rights Managements.

Das Spiel musste geladen und in den Arbeitsspeicher kopiert werden, was etwa 2-3 Minuten dauerte. Eine Zähleranzeige wurde auf dem Monitor dargestellt. Es gab allerdings viele Beschwerden, da die Kassetten und die Hardware nicht sehr zuverlässig waren. Außerdem waren die meisten Spiele verhältnismäßig unbeliebt.

Der Sinn und Vorteil des Systems lag in dem schnellen Austausch der Spiele. Bis zum Erscheinen des DECO Cassette Systems war ein Wechsel des Arcade-Spiels auf einem Automaten nicht möglich oder sinnvoll, da die Arcade-Automaten speziell bemalt waren ("dedicated") oder besondere Eingabe-Elemente hatten. Weiterhin mussten die großen Leiterplatten /PCBs ausgetauscht werden. Erst später gab es den JAMMA-Standard, der zumindest den Austausch der Platinen leichter machte.

Hardware

Es wurden 3 PCBs benutzt. Als Prozessoren wurden zwei MOS Technology 6502 eingesetzt (mit Taktfrequenzen von 750 und 500 kHz), sowie ein Intel 8x41 (@500 kHz). Als Sound-Chips gab es zwei AY-3-8910 (@ 1,5 MHz).

Die Grafikauflösung betrug 240 × 240 Pixel, die Farbpalette bestand aus 32 Farben.

Arcade-Gehäuseformen waren Standard und Mini. [1] Die Bildschirmumrandung („Bezel“) war bei allen Spielen identisch.

Ausgeliefert wurden die Spielkassetten, samt Dongle und Anleitungen in orangen Pappschubern. Die Etiketten auf Kassette, Dongle und Box hatten unterschiedliche Farben.