Cristóbal de la Cerda y Sotomayor

Cristóbal de la Cerda y Sotomayor (* um 1585 in Mexiko-Stadt, Mexiko; † nach 1638) war ein spanischer Jurist, der vorübergehend 1620/1621 als Gouverneur von Chile amtierte.

Herkunft und Karriere in Europa

Cerda kam in Neuspanien, dem heutigen Mexiko, zur Welt. Seine Familie zählte zu den ersten Konquistadoren in der Neuen Welt. Cristóbal de la Cerda kehrte allerdings in jugendlichem Alter zurück nach Europa und studierte in Sevilla und an der renommierten Universität von Salamanca Rechtswesen. Nach Studienende blieb er zehn Jahre lang an der Universität und amtierte dreimal als deren Rektor.

An der Real Audiencia von Sevilla arbeitete er als Schatzmeister und Generalkommissar der Maurenvertreibung aus Andalusien. Der Indienrat hatte ihn schon mehrfach für Ämter in Übersee vorgeschlagen und 1604 wurde ihm das Amt eines Oidor in Santo Domingo angetragen, das er dann mit derselben Position an der Real Audiencia von Chile tauschte.

Cerdas Reise nach Chile war von schweren Hindernissen begleitet: Auf der Überfahrt nach Amerika geriet Cerda in die Hände englischer Korsaren und wurde erst gegen die Zahlung eines Lösegeldes von 24.000 Dukaten, das seine Ehefrau, Sebastiana de Avendaño, aufbrachte, wieder freigelassen. In Südamerika erkrankte er in Lima sehr schwer, und es war fraglich, ob er je lebend nach Santiago de Chile gelangen würde. Seine Krankheit dauerte ein Jahr lang, und er ertaubte daran.