Computer to Plate

Eine ablative negative Offset-Druckplatte beim Nachmessen nach dem Druck (Magenta). Dieser Typ braucht keine Entwicklung mehr, sondern nur eine Absaugung im CTP-Belichter

Der Begriff Computer to Plate (CTP) oder deutsch Digitale Druckplattenbelichtung (DDB) bezeichnet ein Verfahren in der Druckvorstufe, bei dem die Druckplatten vom PC aus direkt im Plattenbelichter bebildert werden. CTP bezeichnet außerdem die zur Zeit (2009) noch in der Frühentwicklung befindliche Belichtungstechnik Computer to Press, bei der die Druckseiteninhalte direkt an die Druckzylinder gesendet werden, so dass sogar jeglicher Druckplattenwechsel in der Druckmaschine entfällt.

Im Gegensatz zur indirekten Bebilderung über das konventionelle Filmbelichtungsverfahren Computer to Film (CTF) erspart CTP erhebliche Montage- und Materialkosten. Gleichzeitig lassen sich mit direkt bebilderten Druckplatten hochwertigere Druckergebnisse erzeugen, da die Randschärfe der Rasterpunkte höher ist und feinere Rasterweiten verwendet werden können. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens ist eine Reduzierung von diversen mechanischen Einflüssen auf die Druckplatte, wie zum Beispiel Fehlbelichtungen, Staub und Kratzer. Seit ca. 2014 sind Offsetplatten auf dem Markt, die keine Entwicklung und Gummierung nach dem Belichten der Platte erfordern, die sog. No-Process-Platten. Das Auswaschen der nicht belichteten Druckschicht erfolgt im Feuchtwerk der Druckmaschine. Somit werden weitere qualitätsmindernde Faktoren eingeschränkt. Als Datenformat wird im CTP-Verfahren heute zumeist TIFF-G4 verwendet.