Aussterben

„Friedhof der ausgestorbenen Tiere“ im Beijing David’s Deer Park Museum
Durch den Permafrostboden konserviertes Wollhaarmammut­kalb in der einstigen Mammutsteppe von Beringia; die Art ist vor ca. 10.000 Jahren ausgestorben

Aussterben (biologischer und paläontologischer Fachbegriff: Extinktion) bezeichnet das Ende evolutionärer Stammlinien durch den Tod aller Nachkommen. Für Theorien und Modellbildung ist die angemessene Betrachtungsebene in der Regel die einer biologischen Population: Eine solche ist ausgestorben, wenn alle ihre Mitglieder („Individuen“) tot sind, d. h. die Populationsgröße auf Null gefallen ist. Solange weitere Populationen derselben Art an anderen Orten weiter existieren, handelt es sich um ein lokales Aussterben. Eine biologische Art stirbt aus, wenn das letzte Individuum der Art stirbt. Sterben übermäßig viele Arten in einem bestimmten Zeitraum aus, spricht man auch von einem Artensterben.

Von einem „Massenaussterben“ wird gesprochen, wenn in geologisch relativ kurzen Zeitabschnitten ein überproportional großes Aussterben stattfindet. Die Erdgeschichte wird unter anderem durch genau diese Aussterbeereignisse in verschiedene Erdzeitalter gegliedert. Seit Entstehung der Erde sind mehrere Massenaussterben anhand von Fossilienfunden erkennbar, das durch menschliche Einflüsse ausgelöste (anthropogene) aktuelle Massenaussterben begann vor ca. 8.000 Jahren.

Dabei ist Aussterben im Prinzip ein natürlicher Vorgang und auf längere Frist betrachtet das unausweichliche Schicksal der meisten Populationen und Arten. Die begrenzte Lebensdauer von Arten resultiert allerdings nicht ausschließlich auf Aussterbevorgängen: Die Lebensspanne einer Art endet entweder durch Aussterben oder aber dadurch, dass sie sich in zwei oder mehr von der Ursprungsart unterschiedliche Tochterarten aufspaltet (vgl. Artbildung), seltener dadurch, dass sie sich mit einer verwandten Population vermischt (Hybridisierung).[1] Endet eine Population oder Art durch Aussterben, geht ihre genetische Information verloren. Es handelt sich somit um einen nicht umkehrbaren Prozess, der die Biodiversität vermindert. In der heutigen Zeit geht die weit überwiegende Zahl aller Aussterbevorgänge direkt oder indirekt auf menschliche Einwirkungen zurück.

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