Anabolismus

Mit Anabolismus oder Baustoffwechsel (von griech. αναβολισμός, anabolismós, „Aufwurf“) bezeichnet man bei Lebewesen den Aufbau von Stoffen. Der Gegensatz zu Anabolismus ist Katabolismus, nämlich der Abbau von Stoffen. Katabolismus und Anabolismus sind Teile des Metabolismus.

Definitionen

Die in der Literatur enthaltenen genaueren Definitionen ähneln sich, sind jedoch unterschiedlich.

Weit verbreitet ist die Definition Gesamtheit der aufbauenden Stoffwechselreaktionen. [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] Hiernach sind genau genommen auch einige exergone Stoffumsetzungen zum Zweck der Energiegewinnung einbezogen, soweit bei ihnen aus einfacheren Stoffen kompliziertere entstehen, etwa die Reduktion von Kohlenstoffdioxid CO2 mit Wasserstoff H2 zu Essigsäure CH3COOH (eine Form der Homoacetatgärung) und die Oxidation von Wasserstoff H2 mit Sauerstoff O2 zu Wasser H2O ( Knallgasreaktion) bei einigen Bakterien. Im allgemeinen fachlichen Sprachgebrauch werden jedoch derartige Stoffumsetzungen, die der Energiegewinnung dienen, nicht als Anabolismus bezeichnet.

Teils wird diese Definition eingeschränkt auf den Aufbau körpereigener Stoffe, wodurch alle Stoffumsetzungen, bei denen die Produkte ausgeschieden werden, ausgeschlossen sind, etwa die Bildung von Antibiotika und die erwähnte Knallgasreaktion. [8] In einer weiteren Variation wird nur die Verknüpfung von einfachen Molekülen zu komplexeren Molekülen als Anabolismus bezeichnet und damit die Beteiligung von Atomen und einatomigen Ionen ausgeschlossen. [9] [10] Da Atome und einatomige Ionen nicht Produkte eines Aufbaus sein können und Atome als Ausgangsstoffe von Aufbaureaktionen nicht bekannt sind, werden mit dieser Definition nur einatomige Ionen als Ausgangsstoffe ausgeschlossen, dieser Ausschluss wird jedoch nicht begründet.

Weitere Definitionen bezeichnen die Gesamtheit der endergonen (energieverbrauchenden) Stoffumsetzungen als Anabolismus. [11] [12] Damit ist also auch die Bildung von Stoffen, die ausgeschieden werden, eingeschlossen. Variationen dieser Definition werden beschränkt auf den endergonen Aufbau von Stoffen [13] oder auf den endergonen Aufbau von Molekülen. [12] Es ist zu vermuten, dass hierbei endergone Stoffumsetzungen, die nur Teilreaktion einer Reaktionssequenz sind, die in der Summe exergon ist und der Energiegewinnung dient (Katabolismus), ausgeschlossen werden sollen, beispielsweise die Bildung von Zucker- Phosphorsäureester zur Einleitung der Glykolyse.

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